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Frühstückscafé in der Moschee soll Verbindung stärken

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HERRINGEN ▪ Ein freundschaftliches Verhältnis prägte das erste Frühstückscafé der Herringer Moschee Ditib Ulu Camii. Dass alle eingeladenen Gäste zum Treffen am Sonntagmorgen erschienen, interpretierte der Vorsitzende der Moschee, Yakub Türan, als positives Zeichen für die weitere Zusammenarbeit zwischen der Stadt und Ditib – besonders bezogen auf den Moschee-Neubaus.

In Zukunft wird im Ditib alle zwei bis drei Monate ein solches Frühstückscafé stattfinden. Jedes Mal sollen dafür unterschiedliche soziale Gruppen eingeladen werden. Die Absicht sei, mit Herringer Bürgerinnen und Bürgern und Politikern zum Dialog zu kommen und sich bei einem traditionellen türkischen Frühstücksbuffet auszutauschen, sagte der Pressesprecher der Moschee und Herringer Bezirksvertreter, Dr. Cevdet Gürle. Integration dürfe keine Einbahnstraße sein, sagte er.

Unter den rund 40 Gästen waren neben weiteren Ditib-Mitgliedern vor allem auch kommunale Vertreter aus Herringen anwesend, um das „Nachbarschaftsverhältnis zu pflegen“ wie der Herringer Bezirksvorsteher Klaus Alewelt erklärte. Ein kontinuierliches Gespräch fortzuführen sei wichtig für die Umsetzung des Moschee-Projektes, meinte auch Bürgermeisterin Ulrike Wäsche, die erneut den Rückhalt des Stadtrates Hamm für die Moschee betonte.

Am Donnerstag hatte sich das lokale Parlament getroffen, um über die neue Moschee zu sprechen. Aber im Zentrum des Frühstücks stand statt kontroverser Gespräche um das Bauprojekt, eine gemeinsame Auffrischung der Beziehungen im Vordergrund. Dies helfe, die Kommunikation zu verbessern und Vorbehalte abzubauen, so der Vorsitzender der Herringer SPD und Ratsherr Franz Tillmann.

Mit dem Verlauf dieser ersten Veranstaltung waren alle Beteiligten sehr zufrieden. Mit dem Ziel einer nun möglichst reibungslosen Zusammenarbeit möchten Politiker wie Ditib-Mitglieder ihre gemeinsamen Arbeiten voranschreiten lassen. Der neu entstehende Park in Herringen könne auch als „Insel, wo alle Religionen sich wiedertreffen können“ zu einem besseren Miteinander auch unter den Bürgerinnen und Bürgern beitragen, meinte Wäsche. Eine Gelegenheit für gemeinsames Essen und Austauschen biete auch der ab dem 30. März stattfindende dreitägige Wohltätigkeitsbasar, der so genannte traditionelle „Kermes“, zu dem alle Menschen eingeladen seien. J sgü

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