Abriss nach 60 Jahren

Millionenteures Facelifting für „alte Dame“ Jahnstadion

Das Jahnstadion in Hamm soll saniert werden
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Abriss nach 60 Jahren: Hausmeisterwohnung, Eingangsbereich, Zuschauertoiletten und Umkleidekabinen (im Bild unten links) sollen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Für rund 3,2 Millionen Euro soll das frühere Jahnstadion an der Jürgen-Graef-Allee in Hamm saniert werden.

Hamm – Teile des Jahnstadions sind in die Jahre gekommen. Die Hausmeisterwohnung, der Eingangsbereich, die Zuschauertoiletten und die Umkleidekabinen mit Duschen und Toiletten sind bald 60 Jahre alt und dringend renovierungsbedürftig. Die Stadt plant nun, diese Gebäudeteile abzureißen und durch einen barrierefreien Neubau zu errichten. Im Zuge der Maßnahmen soll auch die östliche Stehtribühne komplett erneuert werden. Es sind neue Treppenstufen, Sitzstufen und Wellenbrecher geplant.

3,2 Millionen Euro würde die Maßnahme kosten, hat jetzt die Stadt Hamm ausgerechnet. Alleine kann die Stadt das allerdings nicht stemmen, eine öffentliche Förderung ist für eine Realisierung erforderlich. Das Geld soll aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen, Sport, Jugend und Kultur“ kommen. Dabei würden 90 Prozent der Baukosten vom Bund übernommen. Einen entsprechenden Förderantrag hat die Stadt gestellt.

Facelifting fürs Jahnstadion - hier kommt das Geld her:

Das Bundesbauministerium hat im Sommer den Projektaufruf für dieses Bundesprogramm veröffentlicht. Der Bund stellt Mittel in Höhe von insgesamt 600 Millionen Euro zur Förderung von Investitionen in kommunale Einrichtungen bereit. Der Schwerpunkt der Förderung liegt bei Sportstätten wie zum Beispiel öffentlich genutzten Sportplätzen einschließlich baulicher Nebenanlagen, Turnhallen, Schwimmhallen sowie Freibädern, da hier ein besonderer Instandsetzungsrückstand besteht.

„Gefördert werden grundsätzlich die bauliche Sanierung und der Ausbau von Einrichtungen, Ersatzneubauten sind in Ausnahmefällen förderfähig. Der Bund fördert maximal 3 Millionen Euro“, heißt es vom Bund. Ein entsprechender Antrag wurde bereits im Zuge einer Dringlichkeitsgenehmigung gestellt und soll nun durch die politischen Gremien Rückhalt erhalten.

Facelifting fürs Jahnstadion - das ist der Zeitplan:

Falls der Bund grünes Licht für das Projekt gibt, geht die Stadt davon aus, dass in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 der Förderbescheid erstellt wird. Direkt danach soll die europaweite Ausschreibung erfolgen. Mit einem Baubeginn rechnet die Stadt in der zweiten Hälfte des Jahres 2023.

Die Verwaltung geht davon aus, dass das Projekt gut in die Förderrichtlinien passt, da das Jahnstadion ein zentraler Ort für viele Sportreibende aus Hamm und Umgebung ist – auch weil es Austragungsort zahlreicher Sportveranstaltungen ist.

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