Kein Lockdown mehr für Locken

Friseure frisieren wieder: Erleichterung am ersten Tag in Hammer Salon

Die Chefin hatte am ersten Tag direkt gut zutun.
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Bei „Styling Dröge“ wurde ab 8.30 Uhr gewerkelt.

Es wird wieder geschnitten, gefärbt, gefönt und gestylt: Die Friseure haben seit heute geöffnet - so auch in Hamm! Der erste Tag ist voller Erleichterung, nicht nur bei den Friseuren selbst.

Hamm – Der Blick in den Spiegel sorgte für ein breites Lächeln: „Ich bin wieder ich“, freute sich Edith Heidtke, als sie am Montagmorgen das Ergebnis von Friseurin Silke Reichstein im Salon „Styling Dröge“ in Rhynern betrachtete. „Ich habe mich nicht mehr wohlgefühlt“, meinte die Kundin und war froh, dass sie sich gleich am ersten Tag der Wiedereröffnung von Friseuren die inzwischen etwas längere Haarpracht schneiden lassen konnte.

Friseure schneiden wieder: großer Ansturm

Klar, dass nach über elf Wochen Corona-bedingter Zwangspause der Ansturm auf die Hammer Friseure groß war. So auch bei „Styling Dröge“ an der Unnaer Straße, wo die Kunden ab 8.30 Uhr auf den bis zu acht Frisierstühlen Platz nahmen. Dabei war die Freude über die Wiedereröffnung nicht nur bei den Kunden groß.

Friseur-Öffnung: Inhaberin überglücklich

„Als ich heute morgen die Tür zum Salon aufgeschlossen habe, habe ich gedacht, es ist ein Traum“, erzählte Inhaberin Cornelia Dröge, die mit einem entsprechend großen Glücksgefühl in den Arbeitstag startete. „Alle sind voller Elan“, sagte sie über ihr insgesamt siebenköpfiges Team, das zuletzt in Kurzarbeit war.

Hygienekonzept: Die Streifen am Boden weisen den Kunden den Weg.

Dabei wartet in den nächsten Wochen viel Arbeit auf die Friseure. „Wir sind die nächsten drei Wochen voll“, erklärte Dröge, die ihren Salon deshalb auch bis auf weiteres von montags bis samstags von früh bis spät öffnet. „Um den finanziellen Schaden in Grenzen zu halten“, begründete die 54-Jährige.

Mit den längeren Öffnungszeiten versucht Cornelia Dröge aber nicht nur die vergangenen Wochen aufzuholen. „Seit Coronabeginn kommen ohnehin weniger Kunden“, stellte sie fest. Das liege vor allem am Ausfall von Veranstaltungen sowie großer Feste wie Hochzeiten und Jubiläen.

Die Stimmung im seit 1997 bestehenden Salon in Rhynern war aber trotz der frühen Uhrzeit gut: Man unterhielt sich und es wurde viel gelacht. Dass es so entspannt zuging, lag sicherlich auch daran, dass das Hygienekonzept schon seit dem ersten Lockdown bekannt ist und von Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen akzeptiert wird.

Cornelia Dröge ist erleichtert.

Dazu gehören neben der Maskenpflicht unter anderem auch regelmäßiges Lüften, auf dem Boden markierte Gehwege zur Einhaltung der Abstände sowie ständiges Desinfizieren. Kein Wunder also, dass bei „Styling Dröge“ das Desinfektionsspray mittlerweile genauso oft genutzt wird wie Kamm, Bürste und Schere.

65 Knden am ersten Tag im Friseursalon

Apropos Schere: Die hatte Friseurin Anke Dirkling nun auch zum ersten Mal wieder in der Hand. Etwas aufgeregt sei sie vor dem ersten Haarschnitt seit Wochen zwar schon gewesen, doch eher auf eine positive Weise: „Man verlernt es ja nicht“, sagte sie mit einem Lächeln. Sie sei jetzt einfach froh, wieder arbeiten zu können. Insgesamt frisierten sie und vier ihrer Kolleginnen am Montag rund 65 Kunden.

Auch wenn die Terminbücher bei vielen Hammer Friseure in den nächsten Wochen voll sind, könne es immer mal sein, dass ein Termin kurzfristig frei wird – etwa durch Krankheit eines Kunden. „Man kann es also auf ,Gut Glück’ probieren und beim Friseur anrufen und fragen“, erklärte Cornelia Dröge.

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