Unsere Serie „Was braucht Rhynern?“

Freizeit in Rhynern: Es gibt Spielplätze für Kinder – doch was wird Jugendlichen geboten?

Die Skateranlage am Freibad Süd ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche
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Die Skateranlage am Freibad Süd ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche.

Knapp 3000 Menschen im Stadtbezirk Rhynern sind unter 18 Jahre alt. Doch nicht für alle Altersgruppen gibt es Angebote. Was ist gut? Und was fehlt? Diskutieren Sie mit! (Formular im Artikel)

Rhynern – Wo kann ich mich austoben? Wo kann ich Freunde treffen und neue kennen lernen? Wo kann ich chillen? Wo meinem Hobby nachgehen? Für Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Altersgruppen gibt es eine Reihe von Angeboten im Stadtbezirk Rhynern.

BezirkRhynern
Einwohner unter 18 Jahren2978 (Stand: 2020, 16,3 Prozent der Bevölkerung in Rhynern
0 bis 5 Jahre30 Prozent der Minderjährigen
6 bis 10 Jahre29 Prozent der Minderjährigen
11 bis 14 Jahre28 Prozent der Minderjährigen
15 bis 17 Jahre13 Prozent der Minderjährigen

Freizeit in Rhynern: Sportvereine nehmen wichtige Rolle ein

Eine bedeutende Rolle nehmen wie bei den Erwachsenen auch die Sportvereine ein, allen voran der Hammer SC mit seinem breiten Angebot. Das Jugend- und Stadtteilzentrum in Rhynern ist die öffentliche Anlaufstelle mit regelmäßigen und wechselnden Angeboten und einem offenen Bereich mit Billard, Darts und Co. Im Sommer ist das Freibad Süd in Berge gut erreichbar und der Renner schlechthin Nachfolgend ein paar Beispiele für die Freizeitangebote in den unterschiedlichen Alters- und damit Interessenklassen.

Freizeit in Rhynern - Angebote für die Altersklasse 0–5: Bei den ganz Kleinen sind die Kinderspielplätze im Stadtbezirk der Anlaufpunkt Nummer eins. Rund 80 000 Quadratmeter Spiel- und Bolzplätze gibt es im Bezirk. Doch längst nicht alle sind geeignet für Kleinkinder. In den Sportvereinen gibt es Angebote. Krabbelgruppen gibt es bei der Quartiersentwicklung Westtünnen und im Das Jugend- und Stadtteilzentrum, wo es zudem ein Tagesmütter-Café gibt.

Angebote für die Altersklasse 6–10: Hier verlieren – abgesehen von einigen attraktiven Schulhöfen – die Spielplätze an Bedeutung, die Vereine, Gemeinden und andere Institutionen werden wichtiger. Fast alle Sportarten werden in dieser Altersklasse interessant, hier hat der Stadtbezirk viel zu bieten. Zudem lohnt sich der Blick in die Kirchengemeinden. Die Emmaus-Gemeinde zum Beispiel will nach Corona neue Gruppen aufbauen, hat dafür eine neue Kraft eingestellt. Auch die Pfadfinder in Berge bieten Gruppenstunden bereits in dieser Altersklasse an. Auch in den Musikgruppen wie dem Fanfarenzug Rhynerberg sind in dieser Altersklasse Kinder zu finden.

Angebote für die Altersklasse 11–14: Als öffentliche Spielflächen nutzen die Kinder dieser Altersklasse gerne die Skater-Anlage in Berge. Sie ist aber die einzige ihrer Art. Schulhöfe und Bolzplätze sind zudem Anlaufstellen, auch wenn letztere an ihrer Attraktivität arbeiten müssen (zum Beispiel Netze in den Toren). Organisierte Jugendarbeit findet neben den Sportvereinen, Kirchengemeinden und Musikgruppen unter anderem auch in der Jugendfeuerwehr statt. In Rhynern und Westtünnen gibt es solche Gruppen, in denen Kinder in die Grundbegriffe der Freiwilligen Feuerwehr eingeführt werden. Spätestens in dieser Altersklasse wird zudem das Jugendzentrum zu einer Anlaufstelle mit vielen Angeboten.

Angebote für die Altersklasse 15–17: Bei den Jugendlichen werden die Ansprüche andere, die Angebote im organisierten Bereich bleiben. In Wambeln und Osttünnen finden sich die Jugendlichen auch gerne in der Landjugend ein, die mehr oder weniger auf eigene Faust ein Programm organisiert. Die Pfadfinder in Berge sowie die beiden Kolpingjugenden in Westtünnen und Rhynern sind hier ebenfalls aktiv. Im öffentlichen Raum wird es schwieriger. Abgesehen von der Skateranlage fehlen hier Anlaufstellen. Bolzplätze sind dies noch bedingt, attraktiver wären sie mit Bank-Tisch-Kombis zum Chillen in den Spielpausen. Zuletzt wurde in dieser Altersklasse der Ruf nach einer Mountainbike-Strecke lauter. Dies wäre auch für die 11- bis- 14-Jährigen durchaus interessant.

Kommentar: Wo sind die Treffpunkte für die Jugendlichen?

Kommentar von unserem Redakteur Jörg Beuning: Im Großen und Ganzen dürfen die jungen Menschen im Stadtbezirk Rhynern zufrieden sein. Natürlich kann es immer besser sein, aber Hamm muss sich sicherlich keinen zweiten Maxipark leisten, nur damit jeder direkt vor der Haustür ein Spiel- und Freizeitparadies vorfindet. Es würde schon viel bringen, wenn die Geräte auf den vorhandenen Spielplätze noch mehr an Vorschulkinder angepasst werden, denn diese sind dort vorrangig anzutreffen. Cool wäre es, wenn der Blickwinkel mal auf die Heranwachsenden gerichtet würde. Echte Treffpunkte gibt es abgesehen vom Skaterplatz in Berge eigentlich nicht. Sitzen die Jugendlichen nur noch daheim vor der Spielkonsole? Sind sie mancherorts vertrieben worden, weil sie zu laut waren? Was wünschen sich die Jugendlichen überhaupt? Das Jugendzentrum hat mehrere Umfragen gestartet, doch aus verschiedenen Gründen blieb es bislang bei Ideensammlungen. Umgesetzt wurde davon nichts. Das könnte auch zu Frust führen: „Die da oben reden nur, machen aber nichts für uns“, könnte es heißen. Die Idee des Bewegungsparks im Papenloh ist gut. Dann bitte an die Jugend denken: feste Grillplätze, Basketballkorb, Bänke und Tische – und als Sahnehäubchen eine Mountainbike-Strecke, auf deren Hügel im Winter auch gerodelt werden kann.

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Mehr zum Thema lesen Sie in der Print-Ausgabe des Westfälischen Anzeigers vom 06. Mai. Der nächste Schwerpunkt unserer Serie „Was braucht Rhynern?“ erscheint am 20. Mai im Print und Online. Dann geht es um das Thema „Kriminalität“.

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