Unmut bei Ehrenamtlern

Freiwillige Feuerwehr in Hamm beim Impfen außen vor - das sind die Gründe

Feuerwehreinsatz Hamm
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Aufregung ums Impfen: Angehörige der Berufsfeuerwehr bekommen den Schutz, die der Freiwilligen Feuerwehr zunächst noch nicht.

Während die Berufsfeuerwehr in Hamm nach und nach geimpft wird, sind die Freiwilligen außen vor. Das sorgt für Unmut.

Hamm – Die Liste derer, die aus nachvollziehbaren und berechtigten Gründen möglichst schnell gegen das Coronavirus geimpft werden sollten ist deutlich länger als der Bestellschein, den der Bund vor einigen Monaten ausfüllte, um den Impfstoff zu beschaffen. Das hat zur Folge, dass es in etlichen Gruppen mittlerweile deutlich vernehmbar rumort – etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr. (News zum Coronavirus in Hamm)

Nicht genug Impfstoff in Hamm vorhanden

Die zwischen 1.500 und 2.000 Kameraden, die in Hamm ehrenamtlich ausrücken, wenn es brennt, ein Unfall passiert ist oder Hilfeleistung erforderlich ist, verstehen nicht, warum die Berufsfeuerwehr und der Rettungsdienst bereits weitgehend geimpft wurden. Und dort auch diejenigen Kräfte bedacht wurden, die normalerweise Bürodienst schieben.

Auf WA-Anfrage teilte Stadtsprecher Tom Herberg nun mit, dass eine flächendeckende Impfung der freiwilligen Kräfte zwar wünschenswert aber wegen der knappen Impfkontingente derzeit schlichtweg nicht möglich sei.

„Würden wir dem nachvollziehbaren Wunsch der Freiwilligen Feuerwehren nachkommen und diese Gruppe impfen, hieße das im Umkehrschluss, dass wir anderen Gruppen – zum Beispiel Chronikern – Impfstoffe wegnehmen müssten“, sagte Herberg. „Dies ist übrigens kein Hammer Problem, sondern hängt mit der Priorisierung des Bundes zu tun, die vorgenommen werden musste, weil nicht genügend Impfstoff vorhanden war und ist.“

Impfplan mit Quotenregelung für Feuerwehr

Trotzdem habe die Stadt einen Impfplan für die Feuerwehr aufgestellt, der greifen soll, sobald mehr Impfstoff geliefert wird. Dann sollen Ausbilder und über eine Quotenregelung auch aktive Einsatzkräfte der einzelnen Einsatzbereiche geimpft werden.

In vielen Städten und Kreisen werden ehrenamtliche Brandbekämpfer bereits geimpft. Das sorgt bei den Hammer Kräften ebenfalls für Unmut. Herberg begründet diesen Umstand mit möglichen Sonderkontingenten wegen womöglich hoher Inzidenz, die dann frei verimpft werden könnten.

Möglicherweise sei an solchen Orten auch mehr Impfstoff übrig oder bereits ausreichend an Chroniker und Ältere verimpft worden. „Wir impfen derzeit nach der Priorisierungsliste des Landes NRW“, betont er.

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