CreativRevier

Freie Sicht aufs Bergwerk Heinrich Robert in Hamm

Ein Bagger reißt den Wall entlang der Kamener Straße ab
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Der Bagger ebnet den Weg zur Öffnung des CreativRevier-Geländes: Zwischen Netto-Markt und Kokereistraße soll der Wall entlang der Kamener Straße bald abgetragen sein.

Pelkum/Herringen – Gut sechs Wochen nach dem Wallanstich im CreativRevier Heinrich Robert haben die Bagger die Kamener Straße erreicht und damit begonnen, den Wall in Höhe des Netto-Marktes abzutragen.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagte Andreas Boermann, Projektleiter bei der RAG Montan Immobilien (RAG MI). Er gehe davon aus, dass der Wall hier und an der Kokereistraße bis Ende April, spätestens Mitte Mai abgetragen sein wird. Das wäre dann auch ein erster wichtiger Schritt zur Öffnung des Areals. Zwar werden der Zaun in Höhe des Netto-Marktes und auch die östlich davon gelegene Zechenmauer zur Sicherung des Geländes vorerst stehen bleiben. Aber: Von der Kamener Straße aus wird man einen freien Blick auf das Gebäudeensemble haben – ein Blick, den der Wall bisher verwehrt hatte.

Das Material des Walls wird, wie der Projektleiter weiter ausführte, zur Profilierung des Landschaftsbauwerks auf dem ehemaligen Kokerei-Gelände benötigt. Um Verkehre zu vermeiden, wolle man zur Errichtung auch später weitgehend Materialien vom Bergwerksgelände verwenden. Der Projektleiter geht davon aus, dass das Landschaftsbauwerk 2024/25 fertig sein wird. Das und der Wall sind aktuell aber nur zwei von insgesamt drei Bereichen, in denen die RAG MI tätig ist. Wie Boermann sagte, sei man außerdem mit Sicherungsarbeiten im Bereich der ehemaligen Maschinenzentrale beschäftigt.

„Verbotene Stadt“: Wallanstich macht künftiges CreativRevier sichtbarer

Wallanstich macht künftiges CreativRevier auf dem Gelände des früheren Bergwerks Heinrich Robert noch sichtbarer.
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Den Auftrag dazu hat die Firma Heitkamp erhalten. Wie sie auf ihrer Homepage beschreibt, sind an dem zweistöckigen Gebäude durch die jahrzehntelange industrielle Nutzung die Fensterfronten im Dachfirst teils defekt. „In 25 Meter Arbeitshöhe werden die Fensterscheiben im Bereich der Lichtreiter von Hand entglast und fachgerecht verschlossen. Die Arbeiten können nur von einer am First platzierten Arbeitsbühne aus durchgeführt werden, da das Betreten der Dachfläche aufgrund der Durchbruchgefahr nicht möglich ist“, so das Unternehmen.

Die RAG MI hofft, dass die Maschinenzentrale vielleicht schon bis Ende des Jahres aus der Bergaufsicht entlassen werden kann. Für einen weiteren Bereich soll das schon im Sommer passieren. Konkret bezog sich Boermann dabei auf den Feuerwehrschuppen, die Sanitätsgebäude und weitere Teile des Parks am Direktionsgebäude. Die Vorbereitungen zur Entlassung aus der Bergaufsicht seien bereits getroffen.

Eine weitere große Maßnahme wird dann noch der Abriss der nicht mehr benötigten Gebäude sein. Das werde jedoch nicht in diesem Sommer, sondern voraussichtlich erst ab Mitte 2022 passieren, wie Boermann sagte. Insbesondere gehe es dabei um den kleinen Förderschacht Heinrich und die alte Schmiede.

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