Es wird richtig heiß!

Hammer stürmen Bäder - Wann gibt's Hitzefrei an Schulen?

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Hamm - Mit der Hitze steigen die Besucherzahlen in den Hammer Freibädern. Und es könnten noch deutlich mehr werden, wenn in mancher Schule in dieser Woche hitzefrei ausgerufen wird.

Obwohl die Temperaturen am Wochenende noch eher gemäßigt waren, kamen am Sonntag in jedes der Hammer Freibäder mehr als 3000 Besucher - Rekord in diesem Jahr! Nach Stadtwerke-Angaben wurden im Berger Südbad genau 3139 Besucher gezählt und im Selbachpark sogar 3445. "Hier lockt die Stadtrandlage viele Besucher aus den Nachbarstädten an", erklärt Unternehmenssprecherin Cornelia Helm.

Überhaupt hat das vielfach sommerliche Wetter den Hammer Bädern zuletzt viel Freude bereitet: Stand jetzt waren allein im Juni mehr als 31.000 Besucher in den Freibädern - das sind 7500 mehr als im kompletten Juni 2018. In der Aquawelt des Maximare tummelten sich von Donnerstag über den Brückentag bis Sonntag immerhin 6150 Gäste. "Die Verteilung war an diesen vier Tagen aber entspannter als vor einigen Wochen. Wir hatten keine Schließungszeiten zwischendurch", erklärt Badsprecher Christian Fecke.

So heiß wird es in Hamm (hier klicken)!

Hitzefrei? Das sind die Spielregeln!

Nach Lippewelle-Informationen gab es an den beiden Hammer Gesamtschulen schon heute für die jüngeren Schüler in der Sekundarstufe 1 nach der 6. Stunde hitzefrei. Das gleiche gelte für den Rest der Woche. Grundsätzlich entscheiden die jeweiligen Schulleitungen, ob und wann es hitzefrei gibt. Explizite Hitzefrei-Gesetze gibt es in NRW nicht.

Ein hilfreiches Fragen- und Antworten-Stück hat die Bezirksregierung Münster zusammengestellt:

Ab welcher Temperatur gibt's Hitzefrei?

Hitzefrei gibt es, wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen beeinträchtigt ist. Als Anhaltspunkt gilt die 27-Grad-Marke. Ist die Temperatur IM Klassenraum höher als 27 Grad, darf die Schulleitung Hitzefrei geben. Unter einer Raumtemperatur von 25 Grad gibt es allerdings keinen verkürzten Unterricht.

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Wer bekommt Hitzefrei?

Nur Schüler der Sekundarstufe I (5. bis 10. Klasse) können Hitzefrei erhalten. Für die Sekundarstufe II (Oberstufe) gilt diese Regelung nicht. (Im Einzelfall können auch Oberstufenschüler vom Unterricht befreit werden, wenn bei ihnen Kreislaufbeschwerden vorliegen.)

Für alle gilt aber:

Den Lehrkräften sollte bewusst sein, dass bei hohen Temperaturen die Schülerschaft nur vermindert leistungsfähig ist und darauf Rücksicht nehmen. „An besonders heißen Tagen sollten möglichst keine Klassenarbeiten geschrieben werden“, empfiehlt Friederike Wemmer, leitende Dezernentin für den Bereich Schulrecht der Bezirksregierung Münster.

Was sollten Eltern tun?

"Achten Sie an den Tagen besonders darauf, dass Ihre Kinder ausreichend versorgt sind. Geben Sie ihren Kindern am besten eine Extra-Flasche Wasser mit“, rät Friederike Wemmer.

Wie sieht es mit Betreuung aus?

Die Betreuung der Kinder wird von der Schule gewährleistet. Eltern müssen sich darüber keine Sorgen machen. Schüler der Grundschulen und der Klassen 5 und 6 haben bei Hitzefrei zwar keinen Unterricht, dürfen aber nur nach Absprache mit den Eltern früher nach Hause geschickt werden.

„Die Schulleitungen müssen bei Hitzefrei auch den Heimweg der Kinder im Blick haben und örtliche Gegebenheiten berücksichtigen, zum Beispiel, ob ein Ganztagsbetrieb vorliegt oder ob die örtlichen Busse fahren,“ erklärt Friederike Wemmer.

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