Kein Badespaß wegen Corona

Hammer Freibäder bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen

Sobald Düsseldorf grünes Licht gibt, können die Badegäste kommen.
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Sobald Düsseldorf grünes Licht gibt, können die Badegäste kommen.

Das Sommerwetter der letzten Tagen und Wochen hat bei vielen Hammern die Vorfreude auf den Start der Freibadsaison geweckt. Eigentlich sollten in dieser Woche – am 1. Mai – auch im Südbad und dem Selbachpark die Tore geöffnet werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie bleiben die Becken allerdings auf unbestimmte Zeit leer.

Hamm – Inzwischen ist alles vorbereitet für die Saison. Das frische Wasser ist bereits eingelassen und nicht mehr so grün wie in der vergangenen Woche, als im Südbad noch lose Fliesen im Sportbecken ersetzt wurden. Dort, wo bald eigentlich Kindergeschrei und Musik zu hören sein sollte, ist nur das monotone Schwappen der Überlaufrinnen zu vernehmen. Vom Fünf-Meter-Brett im Selbachpark machen im Moment nur die Tauben den Abflug. Die Frühschwimmer sitzen auf dem Trockenen. Denn auch die Hallenbäder sind ja zu.

„Das ist schon traurig, dass wir nicht öffnen können. Aber die Gesundheit der Menschen geht vor“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm. Sie geht derzeit nicht davon aus, dass die Freibäder vor Juni geöffnet sind. „Das ist in den nächsten vier Wochen sicherlich noch kein Thema“, sagt Helm. „Das entscheiden ja auch nicht wir, wann wir aufmachen. Da gab es noch keine Signale aus der Politik. Wir können nur abwarten und schauen, was passiert.”

Auf Saisonstart vorbereitet

Aber: Sollte das Startsignal von der Landesregierung aus Düsseldorf kommen, sei man darauf vorbereitet, schnellstens zu öffnen. Jeder Tag in der Saison ohne Gäste schmerzt – gerade bei gutem Wetter. Und kostet bares Geld. Die Ausgaben für die Mitarbeiter in Kurzarbeit und die Instandhaltung laufen weiter. Der Bäderbetrieb ist ohnehin defizitär.

2018 lag das Minus bei 8,1 Millionen Euro. Verringert werden kann dieser Fehlbetrag nur durch die Eintrittsgelder. Und bleiben die einen Großteil der Saison lang aus, dürfte schnell ein Betrag jenseits der 10 Millionen Euro zusammenkommen. Dieses Geld muss dann wieder in anderen Bereichen der Stadttochter eingenommen werden.

Eventuell Verlängerung der Saison

Bei den Stadtwerken wird schon darüber gegrübelt, wie die Freibadsaison nach dem Ende der Corona-Einschränkungen doch noch ein gutes Ende finden kann. „Noch ist es zu früh, irgendwelche Aktionen zu verkünden“, sagt Helm zwar. Trotzdem dürfte über eine Verlängerung der Saison – zumindest bei passendem Wetter – nachgedacht werden.

Maximare wird aufgehübscht

Weiter Präsenz zu zeigen, ist die Devise im Maximare. Auf der Facebook-Seite des Freizeitbades werden kostenlos Tanz- und Fitnesskurse gestreamt – also für jedermann live übertragen. Die Zeit ohne Badegäste nutzt das Team zudem, dem Bad eine Frischzellenkur zu verpassen.

Die Fliesen in der Aquawelt wurden teilweise neu verfugt, Hecken und Pflanzen in den Außenbereichen zurechtgestutzt und der Eingangsbereich wurde umgebaut. Zuletzt wurde damit begonnen, den Hauptparkplatz, auf dem normalerweise pro Woche mehrere Tausend Badegäste ihr Auto abstellen, zu sanieren. Für all das sei ja nun Zeit, heißt es. Man bereite sich darauf, sobald wie möglich wieder zu öffnen.

Das Freibad Süd in Berge hatte die Sanierungsarbeiten pünktlich zum Saisonstart beendet. Nun heißt es warten, bis das Bad öffnen darf.

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