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Frauen unter der Vogelstange: Berger Schützen geteilter Meinung

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In Berge dürfen ab sofort auch Frauen unter den Kugelfang treten und um die Königswürde mitschießen.

Berge - Beim Schützenfest in Berge dürfen ab sofort auch Frauen auf den Vogel schießen. Die Abstimmung bei der Jahreshauptversammlung war allerdings denkbar knapp.

Dürfen Frauen künftig am Königsschießen teilnehmen? Ein entsprechender Antrag aus den Reihen der Mitglieder wurde bei der Jahreshaupversammlung am vergangenen Samstag kontrovers diskutiert. Und er spaltete die Schützengemeinschaft Berge 1894 in zwei Lager. 

Auf althergebrachte Traditionen verwies der eine Teil, auf modernere Zeiten der andere. „Hach, ich wär so gerne mal Kronprinz“ zeigte sich ein älterer Schützenbruder aufgeschlossen, während ein anderer argumentierte, er habe sich mal im Kreise der Frauen umgehört und „die haben gar kein Interesse daran“.

Die Abstimmung zeigte deutlich, dass zukünftig wohl noch die eine oder andere Diskussion zum Thema anstehen wird. Zwei ungültige Stimmen hätten das berühmte Zünglein an der Waage sein können, denn von 81 abgegebenen Stimmen entfielen 40 Stimmen auf „ja“, während auf 39 Stimmzettel „nein“ zu lesen war. Die Schießordnung werde entsprechend geändert und die Neuerung bereits beim diesjährigen Königsschießen umgesetzt, verkündete Böning. 

Schützenfest-Termin neu bestimmt

Der zweite Antrag, über den abzustimmen war, betraf den Termin des Schützenfestes. Statt des dritten solle fortan das zweite Juni-Wochenende – so wie bereits in diesem Jahr – als der Höhepunkt des Schützenjahres im Kalender zu notieren sein. Mit einer Gegenstimme wurde diesem Antrag des Vorstandes stattgegeben. Wenn allerdings das Rhyneraner Schützenfest, das regelmäßig an Fronleichnam stattfindet, mit dem Berger Termin kollidiert, so werde man auf das dritte Juni-Wochenende ausweichen.

Turnusmäßig standen Wahlen auf der Tagesordnung. Andre Böning wurde als 1. Vorsitzender für weitere zwei Jahre einstimmig von den Mitgliedern wiedergewählt. Als Nachfolger für Matthias Thamm, der von seinem Amt als 1. Kassierer aus zeitlichen Gründen zurücktrat, schlug der Vorstand Christopher Kottmann vor. Auch ihm sprachen die Schützen einstimmig das Vertrauen aus.

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