Tod durch stumpfe Gewalteinwirkung

Frau liegt tot im Wohnzimmer - Ehemann in Pelkum verhaftet

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Symbolbild

[Update 17.50 Uhr] Hamm - Drama in einem Pelkumer Mehrfamilienhaus: Eine Frau ist in ihrer Wohnung tot aufgefunden worden. Offenbar wurde sie Opfer einer tödlichen Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

Einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Hammer Polizei zufolge wurde die 58-jährige Frau am Mittwoch gegen 17.20 Uhr in der Wohnung an der Großen Werlstraße tot entdeckt. Die Ermittlungen würden wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes geführt, heißt es. Beamte nahmen in der Wohnung den 55-jährigen Ehemann der Verstorbenen vorläufig fest. Er wurde ins Polizeigewahrsam gebracht. 

Das 58-Jährige Opfer wurde am Donnerstagmittag obduziert.

Keine Werkzeuge verwendet

Nach ergänzenden Angaben der Staatsanwaltschaft starb die Frau im Wohnzimmer durch stumpfe Gewalteinwirkung. Zumindest momentan gehe man davon aus, dass der Täter keine Werkzeuge verwendet hat. Weitere Angaben wurden zum Hergang zunächst nicht gemacht. Demnach könnte es so gewesen sein, dass die Frau zu Tode geprügelt oder getreten wurde.

Nachbarn informierten die Polizei

Der 55-jährige Ehemann hatte sich nach Auskunft der Staatsanwaltschaft zunächst an Nachbarn im Haus gewandt und offenbart. Diese schalteten dann die Polizei ein. Der Ehemann ließ sich widerstandslos festnehmen. Er war alkoholisiert. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die tödliche Auseinandersetzung "relativ zeitnah" vor der Meldung erfolgt war.

Zuvor immer wieder Streitigkeiten

Zwischen den Ehepartnern, die jeweils ein Kind in die Beziehung mitbrachten und beide deutsche Staatsangehörige sind, soll es in der Vergangenheit immer wieder zu Streitigkeiten gekommen sein. Strafrechtlich hatte sich der 55-Jährige bislang nichts zu Schaden kommen lassen. Gegen ihn wird nun wegen Totschlags ermittelt.

Haftbefehl gegen Ehemann

Der Ehemann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt. Es ist ein Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen worden. Der Beschuldigte macht derzeit keine Angaben zur Sache.

 

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