Hammerin bringt Vater vor Gericht - Als Kind vergewaltigt?

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Mit der Zeugenaussage der mutmaßlich von ihrem leiblichen Vater vergewaltigten Tochter des Angeklagten ist der Prozess gegen einen 56-jährigen Hammer fortgesetzt worden.

Hamm/Dortmund - Sollten sich die Vorwürfe der heute 30-jährigen als wahr erweisen, so hat die junge Frau als acht und neun Jahre altes Kind ein wahres Martyrium erlitten. Die Zeugin schilderte teils unter Tränen, wie ihr Vater sie zwischen 1998 und 1999 in seiner damaligen Wohnung im Stadtbezirk Pelkum regelmäßig geschlagen, missbraucht und vergewaltigt habe.

"Ich wollte damals zu meinem Vater. Es war nicht einfach mit meiner Mutter, und da war ich stolz, bei ihm wohnen zu dürfen. Die erste Zeit war auch einfach klasse", erinnerte sich die Tochter an die ersten Monate im Zusammenleben mit dem Vater. Dann häuften sich jedoch nach ihren Schilderungen die Situationen, in denen er betrunken aus der Kneipe kam, die Achtjährige schlug und sich an ihr sexuell verging.

"Einmal musste ich mich hinterher übergeben, ein anderes Mal hat er sich entschuldigt!" beschrieb die zweifache Mutter ihre kindliche Qual. Noch heute könne sie sich an seinen Geruch, seine Augen erinnern, habe immer wieder ein Würgen im Hals. "Ich weiß, was du mit mir gemacht hast", schrie die Zeugin in einem unkontrollierten Moment der wütenden Erregung dem Angeklagten entgegen. Dieser schüttelte leicht den Kopf, hatte direkt zu Prozessbeginn seine Unschuld beteuert.

Erst vor rund zwei Jahren hatte die Tochter Strafanzeige gegen ihren Vater erstattet, nachdem der Verdacht aufkam, dass ihre eigene Tochter von einem anderen Mann missbraucht worden sein könnte. "Da kam alles in mir wieder hoch!"

Der Prozess wird fortgesetzt.

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