So geht es weiter bei Weltermann Hair

Ford knallt in Friseurgeschäft: „Zum Glück war es Beton!“

Klinkerfassade eingedrückt, Risse in der Mauer – und ein richtig beschädigter Ford.
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Klinkerfassade eingedrückt, Risse in der Mauer – und ein richtig beschädigter Ford.

Ungebremst rammte ein Ford die Mauern des Friseursalons Weltermann Hair in Hamm, sein Fahrer wurde schwer verletzt. Kaum zu glauben, aber der Betrieb im Geschäft geht - zumindest vorerst - ohne Einschränkungen weiter.

Heessen - Das müssen die Heessener mit zu langen und strubbeligen Haaren jetzt wissen: Der Friseursalon Weltermann Hair am Heessener Markt ist nach dem traditionell geschlossenem Montag wieder offen. Trotz des Unfalls, der in der Nacht zum vergangenen Samstag geschah. Ein 37-Jähriger prallte offenbar ungebremst auf die Hauswand des Salons.

Das muss ziemlich gerumst haben. Der Friseurmeister wohnt nicht weit von den Geschäftsräumen selbst am Heessener Markt – hat aber in der Nacht nichts gehört. „Ich wurde um Viertel nach eins von der Polizei informiert“, sagt Weltermann. Nachts habe es noch ziemlich dramatisch ausgesehen, und den Samstag brauchte er zur Bewältigung des Schocks. Jetzt sagt er: „Es ist nicht so schlimm geworden, wie es hätte werden können.“

Der Ford prallte genau auf die Ecke des Hauses, also auch direkt auf den Salon. Die Wand sei tragend, aber stabil genug, dass keine Einsturzgefahr bestand. „Da ist noch nachts ein Gutachter gekommen und hat sich das angesehen“, sagt Weltermann. Beschädigt wurde vor allem der Klinker. Und weil der noch abbröckeln und – womöglich aus dem ersten Stock – runterrutschen könnte, sperrte die Polizei vorsorglich Fahrbahn und Bürgersteig.

Der Versuch eines Hair-Drive-Ins wurde missverstanden. Leider wurden das Haus und unser Salon Weltermann Hair bei einem Unfall zum Teil stark beschädigt. Der Salonbetrieb kann aber zum Glück weitergehen.

Detlef Weltermann auf Facebook

Unfall an Friseursalon: Schockwelle bis in den Laden

Die Schockwelle des Aufpralls reicht bis in den Laden, so der Friseurmeister, dort seien Risse in den Wänden entstanden. Bei der Schaufensterscheibe an der Seite des Hauses sei nur die äußere Scheibe kaputt gegangen, die innere nicht. Auch die Inneneinrichtung blieb intakt.

„Wenn das Fahrzeug genau das Fenster getroffen hätte, wäre es wahrscheinlich viel schlimmer geworden“, vermutet Weltermann, „der wäre dann durch den Salon gerauscht und vermutlich erst im Flur vor dem Fahrstuhl zum Stehen gekommen.“ Und auch die jetzt getroffene Außenwand hätte dem Aufprall wohl nicht standgehalten, wenn sie gemauert gewese wäre. Friseurmeister Detlef Weltermann: „Zum Glück war es Beton.“

Erst mal vorsichtig: Zumindest am Montag war noch alles abgesperrt.

Unfall an Friseursalon: 150.000 Euro Schaden möglich

Trotzdem ist der Schaden immens. „Wenn wir Glück haben, bleibt es bei 70.000 Euro, aber wenn die Wand komplett neu aufgebaut werden müsse, könnte sich der Schaden schnell auf 150.000 Euro erhöhen – und dann müsste er auch den Salon für die Arbeiten schließen.

Das entscheidet sich in den kommenden Tagen, denn erst wenn der Klinker abgetragen wird, sind die Schäden genauer zu sehen. Vorerst geht der Betrieb uneingeschränkt weiter, und Weltermann hofft, dass es so bleibt. Er hat mittlerweile Kontakt zu den Versicherungen für Haus und Inventar aufgenommen und kann schon wieder scherzen. Auf Facebook schreibt er von einem „Hair-Drive-In“ – und er sagt: „Besser als Hochwasser.“

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