Förderverein will „Cottmanns Hütte“ erhalten

PELKUM ▪ Am Ziel ist der neu gegründete Förderverein „Cottmanns Hütte“ zwar noch nicht: Doch nach diversen Gesprächen, die mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der RAG geführt wurden, zeigte sich der Vorstand „vorsichtig optimistisch“, dass das Kleinod auf der Bergehalde „Kissinger Höhe“ erhalten werden kann.

Mittlerweile befindet sich die Hütte im Eigentum des RVR. Bis Ende Juni wurde sie aber noch von der RAG angepachtet. Mit der Verfüllung der Schächte Heinrich und Robert wird sich das Unternehmen dann aber zum Spätsommer hin komplett vom Standort Bergwerk Ost zurückziehen. „Daher müssen wir bis zum Frühsommer eine Entscheidung haben“, sagte der Vorsitzende, Bernd Richnow. Im optimalen Fall werde man „Cottmanns Hütte“ zum 1. Juli übernehmen.

Neben dem Erhalt der Mitte der 1980er-Jahre errichteten Hütte hat sich der Förderverein noch ein weiteres Ziel auf die Fahnen geschrieben: „Wir möchten, dass die Halde attraktiver wird.“

Dieses Ziel verfolgt auch der Verein zur Förderung der „Kissinger Höhe“, der derzeit von Horst Podzun geleitet wird. Beide sind sich einig, dass auf Dauer keine zwei Vereine nebeneinander existieren können. Daher läuft alles auf eine Fusion hinaus. Der Zeitpunkt hierfür ist allerdings noch offen.

Mitglieder des Fördervereins „Cottmanns Hütte“ sind derzeit der Bezirksverein Hamm im Ring Deutscher Bergingenieure, die AGE-Gruppe Bergwerk Ost, der Geschichtsverein Heinrich Robert sowie die IG BCE-Ortsgruppen Hamm, Herringen und Wiescherhöfen. Vorsitzender ist Bernd Richnow. Zum Geschäftsführer wurde Peter Nettelmann und zum Schatzmeister Ulrich Fricke gewählt. Um die Öffentlichkeitsarbeit wird sich Michael Rost kümmern. Alle vier zeigten sich zuversichtlich, dass man den Erhalt des Gebäudes – hier vor allem die Kosten für Energie und Versicherungen – auch stemmen kann.

Damit dies auch gelingt, haben sich alle Mitgliedsvereine dazu verpflichtet, eine bestimmte Zahl von Veranstaltungen in „Cottmanns Hütte“ durchzuführen. Außerdem soll das historische Umfeld der Hütte in den Vordergrund der künftigen Nutzungen gerück werden. „Wir können uns gut vorstellen, mit ihrer Hilfe die Bergbautradition zu fördern“, sagte Richnow. So könnten dort zum Beispiel Lesungen und Ausstellungen zum Thema „Bergbau“ stattfinden oder Filme gezeigt werden. „Wir denken aber auch an Schulklassen und Naturschutzverbände.“ Diese könnten die Hütte auch als Ausgangspunkt für Exkursionen auf der Halde nutzen, meinte Richnow. Um die Halde einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, sei auch ein Sommerfest denkbar.

Einzelheiten sollen in den kommenden Wochen festgelegt werden. Ebenso müssen Gespräche geführt werden, wie sich die künftige Strom- und Wasserversorgung von „Cottmanns Hütte“ darstellt. So wäre es denkbar, dass sie weiter über das Bergwerksgelände versorgt wird. Eine Option ist aber auch der Anschluss ans öffentliche Netz der Stadtwerke.

Zwei Punkte sind dem Förderverein besonders wichtig. „Wir werden aus ,Cottmanns Hütte’ keine Partyhütte machen“, sagte Richnow. Die geplanten Aktionen dienten lediglich deren Erhalt. Und man wolle auch keine Konkurrenz zu bestehenden Vereinsheimen wie dem IG BCE-Casino in Wiescherhöfen oder dem Bauhof in Herringen schaffen, so Rost. Um die Hütte erhalten zu können, sei auch viel Ehrenamt erforderlich. Anfallende Pflege- und Reparaturarbeiten zum Beispiel würden von den Mitgliedern des Fördervereins durchgeführt.

Das würde dann auch auf den Weinberg zutreffen. Nach den Vorstellungen von Peter Nettelmann soll dieser wiederbelebt werden. ▪ stg

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