Bürger sauer

Gründung von Förderverein Lippepark zieht sich wie Kaugummi

Kunstwerk im Lippepark
+
Noch viel Luft nach oben: Sieben Jahre, nachdem die ersten Ideen aufkamen, ist der Förderverein Lippepark - hier das Haldenzeichen auf Schacht Franz - noch immer nicht gegründet.

Die Gründung des Fördervereins Lippepark entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. 2014 kam das Thema zum ersten Mal auf - gegründet wurde er bis heute nicht. Und das ärgert die Bürger immer mehr

Herringen/Pelkum – Wann wird endlich der Förderverein Lippepark gegründet? Diese Frage stellt sich nicht nur Benigna Grüneberg vom Förderverein West.Kunst. Auf der Einwohnerfragestunde der jüngsten Bezirksvertretersitzung im Gemeindehaus St. Victor hoffte sie mehr zu erfahren – und wurde enttäuscht. Bisher sei nichts passiert, sagte Bezirksbürgermeister Klaus Alewelt.

Förderverein Lippepark: Vorbereitungstreffen konnte nicht stattfinden

Immerhin: Ganz untätig ist die Verwaltung in den vergangenen Monaten offenbar nicht gewesen, wie aus einer Stellungnahme der Stadt auf eine Anfrage der CDU-Ratsfraktion hervorgeht. Demnach liegt die Zuständigkeit für die Gründung und Betreuung des Fördervereins Lippepark beim Amt für Bezirksangelegenheiten / Bürgeramt Herringen.

Aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen sowie des damit verbundenen Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen konnte das Vorbereitungstreffen – so zumindest die Argumentation der Verwaltung – bislang jedoch noch nicht stattfinden. „Die Terminierung der Gründungsversammlung und die Erarbeitung eines Satzungsentwurfs inklusive der durch den Förderverein wahrzunehmenden Aufgaben sind Bestandteile des Vorbereitungstreffens und sollen intensiv mit den beteiligten Akteuren abgestimmt werden“, so die Verwaltung.

Im Frühsommer hatte die sich noch zuversichtlich gezeigt, dass das Vorbereitungstreffen im dritten Quartal 2021 stattfinden kann. Doch das endet in zwei Wochen, ohne dass es schon einen Termin gibt. „Bis Ende dieses Monats schaffen wir es nicht mehr“, bestätigte Stadtsprecher Lukas Huster. Man sei aber zuversichtlich, das Vorbereitungstreffen mit den entsprechenden Personenkreisen aus den Stadtbezirken Herringen, Pelkum und Bockum-Hövel im vierten Quartal 2021 durchführen und die Gründung des Fördervereins in die Wege leiten zu können.

Noch immer kein Termin für Gründungsversammlung

Schon im Vorfeld hatte es immer wieder Streit um die Gründung eines Fördervereins für den Lippepark gegeben, zuletzt Ende 2020. Es lagen nämlich zwei Anträge dazu vor, einer von der CDU-Ratsfraktion und einer der Ampel-Koalition im Rat der Stadt Hamm. Und der kam am Ende durch. Auf Grundlage des Antrags wurde die Verwaltung damit beauftragt, mit den Bezirksvertretungen Bockum-Hövel, Herringen und Pelkum die Gründung eines Fördervereins Lippepark vorzubereiten.

Den Vorsitz des Fördervereins soll der Herringer Bezirksbürgermeister Klaus Alewelt, den stellvertretenden Vorsitz seine Kollegen aus Pelkum (Axel Püttner) und Bockum-Hövel (Hartmut Weber) übernehmen. Von der CDU-Ratsfraktion wurde – erfolglos – die Einberufung einer Projektgruppe zur Vorbereitung der Gründung des Fördervereins Lippepark beantragt. Diese sollte sich zusammensetzen aus einem Vertreter der Stadtverwaltung, Vertretern der Bezirksfraktionen der BV Bockum-Hövel, Herringen und Pelkum sowie der Standortgemeinschaften aus diesen Bezirken. Als Leiter oder Moderator des Gremiums sollte eine „politisch neutrale Person bestimmt werden, die zudem die gesamtstädtische Bedeutung des Lippeparks unterstreicht“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare