Die Wirtschaftsförderung Hamm

Förderung für Elektrofahrzeuge und Ladeeinrichtungen

„Die Elektromobilität wird vom Staat vielfältig gefördert.“
+
Die Elektromobilität wird vom Staat vielfältig gefördert.

Elektromobilität wird vom Staat gefördert: Dabei gibt es für Privatpersonen ebenso attraktive Möglichkeiten wie für Unternehmen. Der Nachhaltigkeitsexperte der Wirtschaftsförderung Hamm, Christian Jürgenliemke, hat die wichtigsten Förderungen von Bund und Land in einer Übersicht zusammengestellt.

Innovationsprämie des Bundes (Umweltbonus)

Der Bund fördert den Kauf von reinen Elektroautos mit 9.000 Euro (bei einem Listenpreis bis zu 40.000 Euro) beziehungsweise 7.500 Euro (bei einem Listenpreis zwischen 40.000 Euro und 65.000 Euro). Ebenso zahlt der Staat einen Zuschuss beim Kauf von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybride: Hier liegt die Förderung bei 6.750 Euro (bei einem Listenpreis bis 40.000 Euro) beziehungsweise 5.625 Euro (bei einem Listenpreis zwischen 40.000 Euro und 65.000 Euro). Für Leasingfahrzeuge muss die Leasingdauer mindestens 24 Monate betragen, um die volle Förderung zu bekommen.
Egal, ob gekauft oder geleast: Entscheidend für Förderung des Staates ist das Datum der Zulassung und der Zeitpunkt der Antragsstellung. Der Antrag auf die Förderung durch die Innovationsprämie kann erst nach der Zulassung gestellt werden. Privatpersonen sind ebenso förderberechtigt wie Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

Land fördert Umstellung auf Elektro

Die neue Richtlinie für den Umweltbonus lässt wieder die Möglichkeit zu, den Umweltbonus mit einer weiteren öffentlichen Förderung zu kombinieren. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert zusätzlich auch die Umstellung der Fahrzeugflotten von Unternehmen, Freiberuflern und Selbständigen auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge mit 8.000 Euro für die Klassen N1 und N2. Zusammen mit dem Herstelleranteil des Umweltbonus ist pro Fahrzeug eine Förderung von bis zu 11.000 Euro möglich. Allerdings gilt: Die Landesförderung muss vor dem Kauf beantragt werden.

Steuervorteile für Elektroautos

Für reine Elektroautos wird bis zum 31. Dezember 2030 – mindestens für zehn Jahre – keine Kfz-Steuer bezahlt. Seit dem 1. Juli 2020 wird die Privatnutzung von Elektro-Dienstwagen mit einem Bruttolistenpreis bis 60.000 Euro, die mehr als zur Hälfte dienstlich genutzt werden, monatlich nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil besteuert.

Bundeszuschuss für Ladeeinrichtungen

Der Bund zahlt einen Zuschuss an Privatpersonen von 900 Euro für den Aufbau von steuerbaren Ladestationen an Stellplätzen und in Garagen, die zu Wohngebäuden gehören und nur privat zugänglich sind. Voraussetzung ist, dass der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert wurde und dass die Ladeleistung bei 11 Kilowatt liegt.
Unternehmen erhalten vom Land eine Förderung von 50 Prozent der Ausgaben und maximal 2.000 Euro pro Ladepunkt (an einer Ladestation sind meistens 2 Ladepunkte) für nicht öffentlich zugängliche Ladestationen. Für den Einsatz von selbst erzeugtem erneuerbaren Strom gibt es einen Bonus von 500 Euro je Ladepunkt. Ist die Ladestation öffentlich zugänglich, erhöht sich die 50-Prozent-Förderung auf maximal 5.000 Euro. Voraussetzung für beide Förderungen ist ein Grünstrom-Liefervertrag.

Land beteiligt sich an Beratungskosten

Unternehmen sowie Eigentümerinnen und Eigentümer von Mietgebäuden können sich professionell zu ihren ganz individuellen Möglichkeiten in Sachen Elektromobilität beraten lassen. Das Land NRW zahlt bis zu 50 Prozent der Beratungskosten bis maximal 15.000 Euro. Interessierte Personen können sich zur Beschaffung von E-Fahrzeugen, dem Aufbau von Lade-Infrastruktur, Flottenmanagement sowie finanziellen und rechtlichen Aspekten beraten lassen.

Das Land NRW fördert den Kauf elektrischen Lastenräder mit Zuschüssen.

Anschaffung E-Lastenräder für Unternehmen

Das Land NRW fördert den Kauf elektrischer Lastenräder mit Zuschüssen von 30 Prozent des Kaufpreises. Die maximale Förderung liegt bei einem Betrag von 2.100 Euro. Voraussetzung dafür sind eine Nutzlast von mindestens 70 Kilogramm und ein verlängerter Radstand oder eine Transportvorrichtung. Ab einer Nutzlast von 120 Kilogramm kann zusätzlich die entsprechende Bundes-Förderung (25 Prozent, maximal 2.500 Euro) genutzt werden.

WFH bietet zwei unterschiedliche Modelle zur Leihe an „Lastenräder bieten etliche Vorteile“

Die Wirtschaftsförderung Hamm geht bei der Elektromobilität mit gutem Beispiel voran: Das gilt auch für das Thema „Lastenrad“. „Die Wirtschaftsförderung besitzt zwei Modelle von Lastenrädern: Die Packkisten sind dabei unterschiedlich groß und mal auf der Vorderseite und mal auf der Rückseite des Fahrrades angebracht. Wir stellen unsere Räder gerne heimischen Unternehmen zur Verfügung, damit sie ihre eigenen Erfahrungen sammeln können. Den einen oder anderen haben wir auf diese Weise schon überzeugt“, erklärt Tobias Preußner, der die Räder für die Wirtschaftsförderung Hamm verwaltet. „Tatsächlich bieten die Lastenräder etliche Vorteile: Im Stadtgebiet ist man häufig sogar schneller unterwegs als mit dem Auto. Zudem entfällt die lästige Suche nach einem Parkplatz.“ Derzeit wird ein Lastenräd von den Hausmeistern im Hammer Rathaus genutzt. Das andere Modell ist im Lieferdienst von AL´s Pizza und Pasta im Einsatz. Dessen Inhaber Dirk Grünendahl zeigt sich begeistert: „Gerade auf Kurzstrecken punktet das Lastenrad gegenüber dem Auto.“ Interessierte Unternehmen können sich gerne bei Tobias Preußner für eine Leihe vormerken lassen (Tel.: 02381-9293405/E-Mail: tobias.preussner@wf-hamm.de).

Prof. Dr. Karl-Georg Steffens erklärt die Vorteile der Elektromobilität.


Neben der Wirtschaftsförderung haben auch die Zentralbibliothek, das Enchilada und das „Maximare“ die Vorteile eines Lastenrades erkannt – und sich jeweils ein eigenes Modell zugelegt. Maximare-Marketingchef Christian Fecke erklärt: „Die Wirtschaftsförderung hat uns das Lastenrad sehr schmackhaft gemacht – zumal der Kauf vom Staat bezuschusst wird. Gerade in den vergangenen Monaten ist unser Lastenrad stark zum Einsatz gekommen: Unter anderem haben wir damit unsere Aquawelt-Gutscheine als Dankeschön für Corona-Helden verteilt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.