Förderseile von Schacht Lerche sind abgelegt

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Die vier Förderseile des Schachts Lerche wurden am Samstag abmontiert. Am kommenden Montag soll die Verfüllung starten. ▪

LERCHE ▪ Die Verfüllung des Schachts Lerche soll am Montag, 8. August, beginnen, wie Dirk Rehermann, Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit des Bergwerks, auf Anfrage bestätigte. Derzeit werden die Verfüllmaterialien angeliefert und die Verfüllmaschine aufgebaut. Bereits am vergangenen Samstag wurden die vier Förderseile abgelegt.

Am Vormittag gab Reviersteiger Rüdiger Foschepoth das Kommando zum Ablegen der Seile, die jeweils 1500 Meter lang sind. Sie verbanden das Kokskohlenfeld „Monopol“ mit der Tagesoberfläche, lieferten Material in die Grube und sorgten für eine sichere Seilfahrt für die Mitarbeiter. „Das Ablegen von Förderseilen ist keine alltägliche Arbeit“, so Foschepoth, „aber die Mannschaft ist hoch motiviert und erfahren, um dies sicher durchzuführen.“

Es vergingen etwa sechs Stunden zwischen dem Abschlagen der Seile vom Förderkorb bis zum finalen Ablegen der Förderseile auf der Rasenhängebank.

Die Seile wurden als Sonderanfertigung speziell für den Schacht Lerche angefertigt und können aus diesem Grund nicht weiterverwendet werden. Am Wochenende wurden die vier Seile aufgetrommelt. Jetzt werden sie als Sondermüll verschrottet.

„Das Verfahren gleicht dem eines Seilwechsels“, sagt Reviersteiger Foschepoth. „Beim endgültigen Ablegen von Förderseilen kommt aber schon ein wenig Wehmut auf.“

Am kommenden Montag beginnt schließlich die Verfüllung des Schachts. Dazu werden rund 140 000 Tonnen Verfüllmaterial kontinuierlich in den Schacht gefüllt.

Im Vorfeld kam es zu Beschwerden unter anderem von der Bezirksvertretung Pelkum (unsere Zeitung berichtete). Es wurde der Lkw-Verkehr durch den Stadtbezirk kritisiert. Über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen werden rund 200 Lkw-Fahrten nötig sein, um das Verfüllmaterial zum Schacht zu transportieren. Die Verfüllmassen werden ortsnah auf dem Gelände der RAG am Schacht Lerche zwischengelagert. „Die Verkehrsbelastung für Pelkum wird deshalb gering sein“, sagt Stadtsprecher Christian Strasen. ▪ WA/kn

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