Große Hilfsbereitschaft

Vier Lkw voll: Hammer spenden nochmal 80 Tonnen für Flutopfer - so geht es weiter

Alle Hände voll zu tun: Die Helfer auf dem Hof der Firma Jäschke an der Hafenstraße sortierten die Spenden für die Flutopfer.
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Alle Hände voll zu tun: Die Helfer auf dem Hof der Firma Jäschke an der Hafenstraße sortierten die Spenden für die Flutopfer.

Auch am Montag war die Spendenbereitschaft der Hammer für die Opfer der Flutkatastrophe ungebrochen. 80 Tonnen kamen allein bei der Firma Jäschke zusammen, mit denen vier Sattelzüge gepackt wurden.

Hamm - Nachdem die Fahrer teilweise erst am Sonntag aus dem Krisengebiet rund um das Ahrtal zurückgekehrt waren, gingen am Montag um 8 Uhr an der Hafenstraße erneut die Tore auf. Und wie am Freitag kamen etliche Hammer mit Spenden für die Flutopfer, die teilweise all ihr Hab und Gut verloren haben und nach wie vor dringend auf die Unterstützung angewiesen sind.

Menschen spenden zielgerichteter - aber trotzdem viel

Anders als am Freitag gab es aber keine Staus auf der Straße. „Die Menschen haben auch gezielter gespendet“, sagte Geschäftsführer Frank Jäschke, der die ganze Aktion organisierte. So hätten die Hammer vor allem Trinkwasser, Lebensmittel und Hilfsgeräte für die Aufräumarbeiten vorbeigebracht. Darunter Gummistiefel, Schaufeln, Pumpen oder Aggregate.

Kleider- und Spielzeugspenden wurden abgelehnt. „Die können dort noch gar nicht weiterverteilt werden“, erklärte Jäschke. Aktuell sei viel wichtiger, das Nötigste vorrätig zu haben.

Lkw aus Hamm fährt direkt ins Überschwemmungsgebiet

Einer der vier Sattelzüge machte sich noch am Montag auf den Weg nach Remagen in Rheinland-Pfalz, wo die Freiwillige Feuerwehr die Koordination der Spenden für rund 30 Dörfer übernommen hat. Dorthin waren die Hammer Helfer schon am Wochenende gefahren und berichteten nach ihrer Rückkehr von „kriegsähnlichen Zuständen“ im Krisengebiet.

Viel am Telefon: Organisator Frank Jäschke sprach viel mit den Koordinatoren im Krisengebiet.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag soll ebenfalls jeweils ein Sattelzug in Richtung Eifel starten. „So haben wir das mit den Verantwortlichen vor Ort abgesprochen“, erklärt Jäschke. Am Mittwoch fährt der Lkw direkt bis nach Bad Neuenahr und hält vor der dortigen Schule. „Dort können sich die Betroffenen dann selbst das abholen, was sie brauchen.“

Hammer wollen helfen: Viele kleinere Aktionen laufen parallel

Neben den Logistik-Profis von Jäschke, die vom Verein „Kinder brauchen unsere Hilfe“ und vielen Privatpersonen unterstützt wurden, engagieren sich auch viele andere Hammer Firmen, Vereine und Organisationen. In unzähligen Whatsapp-Gruppen werden Spendenaufrufe verbreitet und kleinere Hilfsaktionen organisiert. An der Hafenstraße halfen sogar Kinder und Jugendliche während ihrer Sommerferien beim Sortieren der Waren.

Firma Jäschke Lagerei & Verwaltung GmbH Hamm bringt gesammelte Hilfsgüter in die Hochwasser-Krisengebiete

Firma Jäschke Lagerei & Verwaltung GmbH Hamm bringt gesammelte Hilfsgüter in die Hochwasser-Krisengebiete
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Die Firma Solle und die Firma Hesse Lignal stellten jeweils ein Fahrzeug zur Verfügung. Mehrere Unternehmen spendeten bis zu 50 sogenannte IBC-Container, in die je 1.000 Liter Trinkwasser passen. Gereinigt werden die Behälter von der Firma Lanfer, die am Hafen ganz in der Nähe von Jäschkes Betriebshof sitzt.

Über 100 eingeschweißte, haltbare Mittagessen

Der Party-Service Reisdorf will außerdem über 100 eingeschweißte Mittagessen für die Helfer in der Krisenregion spenden, die zehn Tage haltbar sind, erklärte Jäschke. Auch Großspenden der Firma Erasco, die ihren Sitz in Lübeck hat, und eines Nudelherstellers seien ihm bereits angekündigt worden, erklärte Jäschke. Deshalb dürften die Touren, die seine Fahrer in dieser Woche ins Krisengebiet machen nicht die letzten sein.

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