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Flüchtlingswelle: So ist der aktuelle Stand in Hamm

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Von: Frank Lahme

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Nur eine Fahne im Wind? Zumindest für 24 Stunden sah dies am Hammer Rathaus so aus.
Die Flagge der Ukraine weht vor dem Rathaus (Archiv) © © Andreas Rother

Der Flüchtlingsstrom von der Ukraine nach Hamm ist nahezu versiegt. Wie die Stadt auf WA-Anfrage mitteilte, komme derzeit pro Woche lediglich noch eine Handvoll Flüchtlinge nach Hamm.

Hamm – Die aktuelle Gesamtzahl liege bei etwa 1200 Personen – also bei dem Stand wie er bereits vor einem Monat war, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. Ganz exakt lasse sich die Zahl derzeit nicht ermitteln, da die für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge seit dem 1. Juni das Jobcenter zuständig ist und die Rechtskreisüberleitung der Ankömmlinge vom Flüchtlingsamt dorthin noch nicht angeschlossen sei.

Der bürokratische Akt ist notwendig, um den Menschen aus der Ukraine den Zugang zu SGB-II-Leistungen zu ermöglichen. So weiß die Stadtverwaltung zwar, wie viele Menschen im Verlauf des Krieges nach Hamm gekommenen sind, unklar ist aber, wie viel Ukrainer die Stadt in den letzten Wochen und Monaten wieder verlassen haben, um innerhalb Deutschlands umzuziehen beziehungsweise wieder in die Heimat zurückzukehren.

700 Menschen in Privatwohnungen vermittelt

Unverändert sind aktuell etwa 250 Geflüchtete in der Alfred-Fischer-Halle untergebracht. Noch einmal rund 250 befinden sich in anderen Übergangswohnheimen, etwa 700 wurden in private Wohnungen vermittelt. An diesem Freitag tobt der Krieg in der Ukraine bereits seit vier Monaten.

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