Flüchtlingshilfe kritisiert Krisen-Vokabular in Hamm

Auch in der Stadt dürften in diesem Jahr wieder mehr Flüchtlinge ankommen.
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Auch in der Stadt dürften in diesem Jahr wieder mehr Flüchtlinge ankommen.

Die Flüchtlingshilfe Hamm kritisiert das Vokabular, mit dem über neu ankommende Flüchtlinge in Hamm gesprochen wird.

Hamm – Um vorbereitet zu sein, hatte OB Thomas Hunsteger-Petermann einen Krisenstab eingerichtet. Dies sei notwendig, um nicht wie 2015 relativ unvorbereitet dazustehen. „Dabei ist die Ausgangslage nicht einmal ansatzweise vergleichbar. Zum einen werden die Grenzen durch Frontex, Polizei, Militär und Zahlungen in Milliardenhöhe an die Türkei und andere Länder ,geschützt‘, zum anderen stehen mittlerweile ausgestattete Unterkünfte, Budgets und gut fünf Jahre an Erfahrung zur Verfügung, die noch durch ein vielfältiges, ziviles, ehrenamtliches Engagement bereichert werden“, sagt Martin Kesztyüs, Vorsitzender der Flüchtlingshilfe.

Kesztyüs weiter:  „Allein das Wort Krise ist hier schon unangebracht, da es ausschließlich negativ konnotiert ist und eine Gefahr vermuten lässt, die so definitiv nicht besteht. Es ist unsere humanitäre Pflicht, diesen Menschen zu helfen und sie wohlwollend willkommen zu heißen – das erreicht man aber nicht, wenn man mit einem Vokabular wie ,Krisenstab‘ und ,Flüchtlingsstrom‘ hantiert.“

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