Vergleich zum Chaos-Jahr 2015

Flüchtlings-Bilanz für Hamm 2017 völlig unauffällig

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Symbolbild

Hamm - Die Flüchtlingsbilanz des Jahres 2017 für die Stadt Hamm sieht im Vergleich zum Chaosjahr 2015 völlig unauffällig aus.

Das gesamte abgelaufene Jahr war von einem weiter sinkenden Zuweisungsniveau gekennzeichnet. Die Zahl der wieder ausgereisten Asylbewerber lag mit 181 Personen sogar höher als die Zahl der neu nach Hamm zugewiesenen Flüchtlinge mit 113 Personen. Diese Zahlen nannte das Presseamt der Stadt auf WA-Anfrage. Demnach leben aktuell in Hamm 2153 Flüchtlinge dauerhaft. In dieser Zahl sind nicht die Asylbewerber in der Landeseinrichtung am Alten Uentroper Weg enthalten.

Von den in Hamm lebenden Flüchtlingen wurden 1534 bereits anerkannt. Sie haben einen unbefristeten Aufenthaltsstatus und werden nach und nach integriert – auch in den Arbeitsmarkt. Zurzeit sind noch 375 laufende Asylverfahren anhängig. Nach Einschätzung der Hammer Verwaltung haben 133 dieser Asylbegehrenden eine Bleiberechtsperspektive. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass nach Abschluss ihrer Asylverfahren weitere 244 Flüchtlinge demnächst ausreisepflichtig werden.

Im gesamten Jahr 2017 kamen nicht mal zehn Prozent der Menschenmenge von 2015. Seinerzeit waren innerhalb weniger Monate 1356 Flüchtlinge nach Hamm gekommen. Die Verwaltung hat große Anstrengungen unternommen, um jedem Neuankömmling ein Dach über dem Kopf zu verschaffen.

Seit Beginn der Flüchtlingswelle kamen 1822 Personen neu nach Hamm, 594 Personen haben die Stadt in demselben Zeitraum aber auch wieder verlassen. Die allermeisten Personen – 387 – sind freiwillig mit Hilfe der Rückkehrberatung wieder ausgereist. Im Jahr 2017 waren dies 61 Personen, im Jahr 2016 noch 204 Personen.

Innerhalb dieser drei Jahre sind 112 Personen abgeschoben worden, davon mit 73 die höchste Personenzahl im gerade abgelaufenen Jahr 2017. Bei den Abgeschobenen handle es sich zu 99 Prozent um Personen aus Balkanländern wie Serbien, Albanien und Montenegro. Abgeschoben aus Hamm werde grundsätzlich erst, nachdem die abgelehnten Asylbewerber alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft hätten und auch die Härtefallkommission einen Verbleib abschlägig beschieden habe, sagte Stadtsprecher Tom Herberg.

Untergetaucht sind innerhalb von drei Jahren 95 weitere Personen, davon 47 im Jahr 2017 sowie 46 im Jahr 2016.

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