Als Flüchtlinge aus Hamm flüchteten...

Landesregierung verteidigt Verlegung in Notunterkunft Fischer-Halle

Die Landesregierung verteidigt die Verlegung in die Notunterkunft Fischer-Halle (Foto).
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Die Landesregierung verteidigt die Verlegung in die Notunterkunft Fischer-Halle (Foto).

Hamm / Düsseldorf - In ihrer jetzt vorgelegten Antwort auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Oskar Burkert (CDU) verteidigt die Landesregierung die Verlegung von Flüchtlingen aus der Notunterkunft Selm-Bork in die Alfred-Fischer-Halle Ende Juli.

Es habe im Vorfeld weder konkrete Hinweise noch sonstige Umstände, die darauf hätten schließen lassen, dass der Transfer Schwierigkeiten mit sich bringen könnte, gegeben. Wie berichtet, hatten damals rund 90 Flüchtlinge die Unterkunft in Heessen aus Protest gegen die erneute Unterbringung in einem Provisorium verlassen. Die Notunterkunft in Selm befindet sich laut Land im Zuständigkeitsbereich der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Hamm.

Die Verlegung aus der Unterkunft in Selm war erforderlich, da diese Unterkunft aufgegeben wird. Aufgrund der bereits mit der ZUE Hamm abgestimmten Zuführung der Bewohner der Notunterkunft Selm zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sei es sinnvoll gewesen, die betroffenen Personen gemeinsam im Zuständigkeitsbereich der ZUE Hamm unterzubringen, um von dort aus eine reibungslose Zuführung zum BAMF zwecks Asylantragstellung und damit ein zügiges Asylverfahren zu gewährleisten.

Laut Landesregierung hing die Unruhe insbesondere damit zusammen, dass die Asylsuchenden davon ausgingen, im Rahmen dieser Verlegungsmaßnahme in Wohnungen untergebracht zu werden. Die Stadt Hamm sei nicht informiert worden, weil sie in ihrem Aufgaben- und Verantwortungsbereich nicht betroffen gewesen sei. Ziel sei es, zukünftig auf Notunterkünfte gänzlich zu verzichten.

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