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Flucht aus Hammer Gefängnis: JVA als Kulisse für Filmprojekt

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Von: Sarah Hanke

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Das Backstein-Gebäude der JVA diente als Hamm als Kulisse für Filmprojekt einer Studentin.
Das Backstein-Gebäude der JVA diente als Hamm als Kulisse für Filmprojekt einer Studentin. © Wurm/JVA Hamm

Authentische Kulisse: Das Backstein-Gebäude der JVA Hamm fungierte als Drehort für ein Filmprojekt einer Studentin.

Hamm – Zwölf Häftlinge auf der Flucht mit mehr Glück als Verstand. Polizisten, die nicht in der Lage sind, ihren Job gut zu machen. Und eine Kommissarin, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Gefangenen wieder zurückzuholen. Diese Szenen waren kürzlich vor der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hamm zu beobachten. Studentin Vivienne Aubry hatte die Kulisse für ihr Abschlussfilmprojekt ausgewählt.

Lange hatte die Filmregie-Studentin der Ruhrakademie in Schwerte nach einem Drehort gesucht und bei Justizvollzugsanstalten in ganz NRW angefragt. Die meisten hätten abgesagt. Oder die Kulisse stimmte nicht. „In Hamm war die Resonanz aber direkt positiv“, sagt die 24-Jährige. Doch nicht nur das: Die Optik des Backstein-Gebäudes der Hammer JVA passe perfekt zum „OldSchool“-Stil des Films. „Die JVA Schwerte ist ja mehr ein Betonbunker.“

Richtiges Filmset

In der Anfangsszene der Roadtrip-Buddykomödie „Südwesten – Richtung Freiheit“ bricht eine Gruppe Häftlinge in Overalls aus dem Knast aus und flieht mit einem Gefangenenbus. Ihr Ziel: Die Küste Südspaniens, wo eine Yacht mit mehreren Millionen Euro versteckt auf sie wartet. Polizisten nehmen die Verfolgung mit einem amerikanischen Streifenwagen aus den 70er-Jahren auf.


Filmdreh vor der JVA: Für die Pilotfolge wurde unter anderem ein amerikanischer Polizeiwagen eingesetzt.
Filmdreh vor der JVA: Für die Pilotfolge wurde unter anderem ein amerikanischer Polizeiwagen eingesetzt. © Wurm / Jva

Für den Dreh wurde großes Filmequipment aufgebaut: Beleuchtung, Kameras und Ton. Die Film-Crew besteht aus 18 Schauspielern sowie weiteren Nebenrollen und Komparsen. Den amerikanischen Bulli und das Polizeiauto hat sich Film-Crew für die Dreharbeiten ausgeliehen.

Aufwendige Dreharbeiten

„Der normale Tagesablauf innerhalb der JVA wurde nicht gestört, da die Aufnahmen fast ausschließlich vor der Anstalt stattgefunden haben“, sagt Dirk Wurm, Pressesprecher der JVA Hamm. Er freue sich zudem, mal mit positiven Nachrichten in den Medien vertreten zu sein.

In Hamm entstanden die Anfangsszenen. An insgesamt zehn Tagen wurde außerdem in Iserlohn, Schwerte und Bochum gedreht. „Es war schon sehr viel Arbeit und sehr aufwendig“, sagt Aubry. „Aber am Ende hat es sich gelohnt und das Ergebnis ist besser geworden, als ich es mir erträumt habe.“

Serie geplant

Mit der gedrehten Pilotfolge, in der die Handlung vorgestellt und mögliche Hauptdarsteller eingeführt werden, will sich Aubry an Sender wenden. Die Pilotfolge soll der Auftakt für eine Serie sein, die die Sender beurteilen und dann veröffentlichen sollen.

Info

Zur Finanzierung ihres Projekts sucht Aubry noch Unterstützer. Informationen dazu gibt es unter

www.startnext.com/suedwestenrichtungfreiheit

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