Am Beispiel Aktivita und Vita Gesundheit

Corona-Kündigung: In Fitnessstudios herrscht bei manchen Hobbysportlern Verunsicherung

Bleibt optimistisch: Vita-Gesundheit-Geschäftsführer Andreas Probst in Hamm.
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Bleibt optimistisch: Vita-Gesundheit-Geschäftsführer Andreas Probst.

Die stetig hohen Coronafallzahlen in Hamm machen sich auch in Fitnessstudios bemerkbar. Bei „Vita Gesundheit“ am Alten Uentroper Weg und „Aktivita“ am Citykai kündigen einige Sportfreunde – trotz der getroffenen Schutzmaßnahmen in den Studios – ihre Mitgliedschaften.

Hamm – In Hamm bleiben die Corona-Fallzahlen hoch. Und das hat Auswirkungen auf die Fitnessstudios und ihre Mitglieder: Das Aktivita am Citykai konnte am 11. Mai nach dem Lockdown wieder öffnen und Mitglieder in ihren Räumen begrüßen. Lief es zu Beginn noch etwas schleppend, kamen in den vergangenen Monaten wieder viele Sportler in die Räumlichkeiten.

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche226,43 km2
Einwohner179.916 (Dezember 2019)

Laut Inhaber Thomas Johannpeter konnte das Aktivita in dieser Zeit sogar Neukunden gewinnen. „Doch vor allem ältere Mitglieder haben nun wieder Angst, sich anzustecken. Das hat uns schon richtig viel Geld gekostet“, so Johannpeter. 15 bis 20 Prozent der Mitglieder kämen wegen der wieder gestiegenen Zahlen nicht mehr ins Studio. Einige lassen ihren Vertrag ruhen, andere kündigen sogar.

Auch im Fitnessstudio Vita Gesundheit am Alten Uentroper Weg hatten sich die Mitglieder an die Maßnahmen gewöhnt. Doch auch dort gibt es Verunsicherungen. Einige Mitglieder lassen dort ebenfalls ihren Vertrag ruhen oder kündigen. „Seit der Pandemie haben wir wegen Corona circa zehn Prozent an Mitgliedern verloren“, sagt Probst. Beschweren wolle er sich aber nicht, es könnte viel schlechter laufen. Die Kundenneugewinnung verlaufe eher schleppend. Der Physio- und Rehabereich laufe bei Vita indes gut.

Corona-Kündigungen in Fitnessstudios: Keine Mühen gescheut für mehr Sicherheit

Um den Sportlern ein sicheres Gefühl beim Training zu geben, haben die Mitarbeiter einige Maßnahmen getroffen. „Wir haben die Geräte extra noch weiter auseinander gestellt und im Kursbereich gibt es weiterhin Markierungen auf dem Boden“, erklärt Vita-Geschäftsführer Andreas Probst. Fitnessstudio-Kunden müssten sich am Eingang die Hände desinfizieren und die Geräte gründlich säubern.

Mit der strengen Durchsetzung der Schutzmaßnahmen versucht man auch am Citykai den Mitgliedern Sicherheit zu geben. So seien durch das viele Putzen die Böden im Studio mittlerweile so stumpf wie noch nie. Im Sommer fanden viele Sportarten draußen statt; jetzt wo es kälter wird, gibt es die zusätzliche Möglichkeit in einem Zelt zu trainieren. Johannpeter: „Das Angebot nehmen auch einige wahr.“

Corona-Kündigungen in Fitnessstudios: Keine Mühen gescheut für mehr Sicherheit: Unsichere Zeiten

Ungewissheit gibt es nicht nur bei Mitgliedern, sondern auch in der Geschäftsführung der Fitnessstudios: „Für uns wäre es fatal, wenn hier ein Fall auftritt, deshalb leben wir mit den Einschränkungen und unsere Mitglieder akzeptieren diese Maßnahmen“, sagt Vita-Geschäftsführer Probst. Dennoch hofft er, dass die Corona-Fallzahlen nicht noch höher steigen. Das hofft auch Aktivita-Inhaber Johannpeter. Verständnis habe er für solch ausartende Hochzeitsgesellschaften keine: „Wir müssen wieder in die Köpfe kriegen, dass, wenn wir uns an die Schutzmaßnahmen halten, wir uns auch wieder normal bewegen können.“

Für Sportfreunde hat Johannpeter noch einen Tipp: „Wer mehr Platz zum Trainieren haben möchte, sollte in der Mittagszeit ins Studio gehen. Dann ist im Regelfall weniger los.“

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