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Filetstück statt Gammelfleisch: 120 neue Wohnungen mitten in der City

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Von: Frank Osiewacz

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Stellten die Pläne vor (von links): Stadtbaurat Andreas Mentz, Ernst-Dieter Drüke (Architekt/Investor), OB Mac Herter und Dietrich Zakowski (Architekt/Investor).
Stellten die Pläne vor (von links): Stadtbaurat Andreas Mentz, Ernst-Dieter Drüke (Architekt/Investor), OB Mac Herter und Dietrich Zakowski (Architekt/Investor). © Andreas Rother

Pläne, wie der freie Teil des Chattanoogaplatzes neben dem Cinemaxx-Kino aussehen könnte, hat es schon mehrere gegeben. Nun wird die Bebauung der rund 3800 Quadratmeter großen Fläche konkret. 120 Wohnungen in vier Gebäudekomplexen sollen hier entstehen.

Hamm - Der Rat wird über die notwendige Bebauungsplanänderung abstimmen, Baubeginn laut Investor wird voraussichtlich Sommer 2023 sein, Fertigstellung zwei Jahre später. Damit würde er das Filetstück in der Hammer Innenstadt tatsächlich zu einem machen.

Hinter dem Projekt steht die Chattanoogaplatz GmbH und dahinter wiederum das Architekturbüro Zakowski aus Arnsberg. Ob die Wohnungen vermietet oder verkauft werden, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, sagt Ernst-Dieter Drüke, neben Dietrich Zakowski einer der führenden Köpfe der GmbH. Fest stehe aber, dass es sich um frei finanzierten Wohnraum handeln werde.

Jede Wohnung mit Balkon

Zwischen 30 und 100 Quadratmeter sollen die Einheiten groß sein. Zusammen genommen entstehen 5500 Quadratmeter Wohnraum. Jede Wohnung wird laut Drüke mit einem Balkon ausgestattet sein. Verteilt sind sie auf vier Gebäudekomplexe, die eine Höhe von fünf Wohngeschossen erreichen. Ein zur Königstraße, parallel zum Medienhaus angeordneter Gebäuderiegel soll ein Staffelgeschoss mit Dachterrasse erhalten. Ein weiterer Gebäudekomplex ist zur Antonistraße ausgerichtet, ein dritter schließt fast auf ganzer Breite direkt an die Kinowand an. Ein viertes Gebäude ragt von Ostenwall her in den Innenhof hinein. Hier bleibt eine Platzsituation erhalten.

Drei Kopfseiten zeigen zum Ostenwall (links). Ein Gebäude entsteht entlang des Kinos (oben).
Die Gebäude: Drei Kopfseiten zeigen zum Ostenwall (links). Ein Gebäude entsteht entlang des Kinos (oben). Rechts liegt die Königstraße, unten die Antonistraße. © Andreas Rother

Um das Projekt so umsetzen zu können, erwirbt der Investor die umliegenden Grünflächen von der Stadt. Ein Vorvertrag ist geschlossen. Unter anderem für deren Überbauung ist eine Bebauungsplanänderung erforderlich.

Tiefgarage mit 164 Plätzen

Der gesamte Komplex erhält eine neue zweigeschossige Tiefgarage mit 164 Pkw- und 178 Fahrrad-Stellplätzen, die den Bewohnern der Anlage vorbehalten sind. Dafür wird der jetzige östliche Teil des Parkhauses abgerissen. „Statisch ist das jetzige Gebäude nicht in der Lage, die neue Bebauung aufzunehmen“, erklärte Drüke. Die Garage unter dem Cinemaxx bleibt erhalten und wird für sich nutzbar sein. „Für autarke Nutzungen war eine erhebliche Umplanung nötig“, sagte Drüke. „Das hat Geld, Zeit und Nerven gekostet.“

Oberbürgermeister Marc Herter freute sich, „dass jetzt ein Schandfleck in der Innenstadt verschwindet“ und weiteres Wohnangebot in der City entsteht. Stadtbaurat Andreas Mentz hob den „guten Wohnstandort“ hervor und befand, es sei „wirklich städtisch, was da kommt“.

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