Heißluftofen zu lange offen

Folgenreicher Fehlalarm: Darum musste das Maximare evakuiert werden

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Unter anderem auf dem Parkplatz warteten die Badegäste auf das Ende des Einsatzes.

Große Aufregung am Dienstag im Maximare. Wegen eines Fehlalarms mussten gegen 14 Uhr zahlreiche Besucher des Bades und der Gastronomie evakuiert werden. Wir haben im Nachgang nachgefragt und erfahren: Der Grund ist kurios.

Hamm - Weil ein Konvektomat - also ein Heißluftofen - in der Küche des Gastro-Betriebes ein wenig zu lange offen stand, qualmte die ausströmende Luft in Richtung des nächstgelegenen Brandmelders. Der schlug an und setzte eine automatische Alarm-Ansage in Gang, die über die Lautsprecher im ganzen Bad die Gäste aufforderte, das Maximare schnellstmöglich über die Fluchtwege zu verlassen. Feuerwehr und Polizei wurden ebenfalls automatisch alarmiert und rückten in den Hammer Osten aus.

Das Positive am Fehlalarm: Mehrere Hundert Badegäste, die sich wegen der Ferien zu dieser Zeit im Maximare aufhielten, konnten nach einer kurzen Wartezeit in triefnasser Badekleidung wieder zurück in die warmen Becken. Und: Für das Maximare-Team war der Fehlalarm eine willkommene Übung. "Es hat alles so geklappt, wie es im Ernstfall sein soll. Die Gäste sind ruhig geblieben. Niemand hat sich beschwert. Es geht schließlich auch um das eigene Wohl, wenn man sich an die Regeln hält", erklärte Betriebsleiter Oliver Garlepow auf WA-Anfrage.

Fehlalarm immer mal wieder

Etwa zweimal im Jahr komme es zu einem solchen Fehlalarm. "Zusätzlich dazu absolvieren wir einmal im Jahr eine geplante Übung. Die findet meistens im Dezember statt", so Garlepow.

Dass die Badegäste nur spärlich bekleidet zu den Sammelstellen vor dem Solebecken und auf dem Parkplatz geschleust werden, sei genau so gewollt: "Wenn es wirklich brennt, zählt jede Minute. Da kann man nicht noch schnell sein Hab und Gut zusammensuchen. Deshalb sind unsere Mitarbeiter angewiesen, die Gäste nicht zu den Spinden gehen zu lassen. Das hat diesmal auch gut geklappt", erklärt der Betriebsleiter.

Sollte es wirklich einmal brennen und müssten die Besucher so lange im Freien ausharren, dann würden schnell Busse mit Decken, ärztlicher Versorgung und Decken bereitstehen.

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