Gewerkschaft legt nach im Feuerwehr-Streit

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Symbolbild

Hamm - Fassungslosigkeit herrscht bei der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft (DFeuG) nach der Absage der Stadt, für die Personal-Chef Bernd Maßmann weitere Gespräche mit der DFeuG ausschloss.

Doch aufgeben will die Gewerkschaft im Streit um mehr Personal und einen neuen Bedarfsplan nicht. Im Gegenteil: Der stellvertretende Landesgruppenvorsitzende Andreas Jedamzik legt nach. Seit Januar habe man dokumentiert, wie viele Personen auf der Feuerwache II im Dienst waren. Demnach lag die Tagesstärke im Schnitt bei 7,1 statt der vorgesehenen zehn Personen.

Kein Gesprächspartner mehr: Andreas Jedamzik.

„Das ist gefährlich für die Bürger und die Kollegen“, sagte Jedamzik im Gespräch mit dem WA. An der Sicherheit dürfe nicht gespart werden, kommentierte er den Einwand von Maßmann und Kämmerer Markus Kreuz, dass die 50 von der Gewerkschaft geforderten weiteren Mitarbeiter 3,4 Millionen Euro pro Jahr kosten würden. Er habe das Gefühl, dass die Stadt die DFeuG aus der Diskussion heraushalten will. „Wenn man keine Argumente mehr hat, kann man sich so zurückziehen. Wir können die Stadt nicht zu Gesprächen zwingen“, sagte er.

Maßmann hatte den Abbruch der Gespräche damit begründet, dass Jedamzik nach der Runde im Rathaus sofort die Medien informierte. „So kann man kein neues Vertrauen aufbauen und Ruhe in die Feuerwehr bringen.“ Gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Markus Kreuz betonte Maßmann gegenüber unserer Zeitung, dass man den Brandschutzbedarfsplan angepasst habe und diesen auch einhalte. Zudem habe der Personalrat Veränderungen bei den Dienstzeiten einstimmig mitgetragen.

Im Lauf des Donnerstags will Maßmann mit der Gewerkschaft Komba über das Thema sprechen. Mit Kreuz wird er zudem im Personal- und Feuerwehrausschuss am 3. Juli Stellung beziehen.

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