Einsätze für Hamm starten am Caldenhofer Weg

„Neue“ Feuerwehr-Rettungswache im Ahsepark - Das ist der Grund

Bereit für den Einsatz: Der Rettungsdienst ist vorübergehend auch im Ahsepark stationiert.
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Bereit für den Einsatz: Der Rettungsdienst ist vorübergehend auch im Ahsepark stationiert.

Wenn bei der Feuerwehr Hamm ein Notruf einging, starteten die hauptamtlichen Mitarbeiter bisher immer von der Hauptwache am Hafen oder der Feuer- und Rettungswache Ost in der Mark. Seit Kurzem fährt der Rettungsdienst aber auch vom Ahsepark am Caldenhofer Weg aus Einsätze.

Hamm - Eines der Gebäude am Caldenhofer Weg dient aktuell als temporäre Rettungswache – so lange, bis die Wache Ost im März durch Container räumlich erweitert wird. Grund dafür ist die aktuelle Corona-Situation, die sich auch auf die Hammer Feuerwehr und deren Struktur auswirkt. Zu sehen sind daher am Ahsepark in Hamm seit Kurzem immer wieder Rettungswagen, die neben einem der Häuser geparkt sind.

Die Gründe für die Einrichtung der temporären Rettungswache haben nicht nur mit dem Einhalten von Abstandsregeln zu tun. „Seit Beginn der Corona-Pandemie versucht die Feuerwehr, die AHAL-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken und Lüften) bestmöglich einzuhalten“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster auf eine entsprechende WA-Anfrage. Weil man die im Einsatzdienst tätigen Mitarbeiter aber natürlich nicht ins Homeoffice schicken könne, werde nach anderen Möglichkeiten gesucht, um „Distanz zwischen die Mitarbeiter zu bringen“. Das werde aktuell durch die räumliche Trennung der Mitarbeiter des Rettungsdienstes und des Brandschutzes erreicht.

„Vermischung“ in der Wache Ost nicht auszuschließen

In der Feuer- und Rettungswache Ost könne eine „Vermischung“ allerdings nicht ausgeschlossen werden. Schließlich würden die Toiletten, der Aufenthaltsraum und die Küche nur einmal zur Verfügung stehen, so Huster. Aus diesem Grund sind derzeit nur die Brandschützer in der Wache Ost untergebracht, während der Rettungsdienst in den Ahsepark ausgewichen ist und von dort aus Einsätze fährt.

Die vorübergehende Trennung soll vor allem einer Sache dienen: „Dass sich die verschiedenen Teams nicht mischen, um so ein mögliches Streuen des Virus zu vermeiden“, so der Stadtsprecher. Die Zahl der Mitarbeiter sei dabei gleich geblieben.

Die Mitarbeiter der Feuerwehr wurden in Personalgruppen eingeteilt, sodass die Kontakte der Einsatzkräfte auf ihre jeweilige Gruppen begrenzt und die Kontaktketten kurz gehalten werden.

Mehr Platz: Container sollen Feuerwache 2 entlasten

Die Ausgliederung des Rettungsdienstes der Wache Ost zum Ahsepark ist dabei nur vorübergehend. „Wir planen, an der Feuerwache 2 mit Containern weitere Räumlichkeiten zu schaffen, damit die Mitarbeiter vom Ahsepark wieder zurück verlegt werden können“, erklärt Huster. Nach jetzigem Stand sollen die Container Ende März aufgestellt werden – und zwar östlich der vorhandenen Fahrzeughalle. Für die Containeranlage stehen im Entwurf des Haushaltsplanes 290.000 Euro zur Verfügung.

Unklar ist unterdessen, wie lange die Container benötigt werden. Abschätzbar sei das nicht, erklärt der Sprecher der Verwaltung.

Feuer- und Rettungswache Ost

Planmäßig stehen an der auch Feuer- und Rettungswache 2 genannten Einrichtung am Hohefeldweg an 24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr ein Rettungstransportwagen sowie ein Krankentransportwagen im Tagesdienst zur Verfügung. Im Rettungsdienst arbeiten hier vier Mitarbeiter. Im Brandschutz steht an allen Werktagen ein Löschzug mit zehn Feuerwehrleuten zur Verfügung.

Die strikte Trennung der Mitarbeiter des Brandschutzes und der des Rettungsdienstes ist auch an der Hauptwache an der Hafenstraße umgesetzt worden. Container werden hier aber nicht gebraucht. Denn: „Hier ist das innerhalb der Bestandsgebäude baulich und organisatorisch möglich.“

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