Feuerwache wird erweitert: Der Rettungsdienst soll an der Hafenstraße ein eigenes Gebäude bekommen

Auf diesem Nachbargrundstück der Feuerwache an der Hafenstraße soll der Rettungsdienst untergebracht werden.
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Auf diesem Nachbargrundstück der Feuerwache an der Hafenstraße soll der Rettungsdienst untergebracht werden.

Weil die Hauptfeuerwache aus allen Nähten platzt, plant die Stadt einen Erweiterungsbau auf einem Nachbargrundstück. Auf einem kürzlich erworbenen ehemaligen Firmengelände soll künftig der Rettungsdienst untergebracht werden. Ob dafür ein Altbau umgebaut werden kann oder ein Neubau errichtet werden muss, sollen Gutachter klären.

Hamm – Die Rettungswagen der Feuerwehr rücken immer öfter aus. Allein von 2011 bis 2019 stieg die Zahl der Einsätze um 30 Prozent; entsprechend stockte die Stadt die Zahl der Wagen und der Sanitäter auf. Deshalb es an der Hafenstraße immer enger geworden: Sechs Angestellte sind dort täglich rund um die Uhr für den Rettungsdienst da, werktags kommen noch zwei dazu. Zehn Beamte sorgen für den Brandschutz, vier weitere können als Springer zusätzliche Rettungswagen besetzen.

Für diese Personalausstattung ist die 25 Jahre alte Feuerwache nicht ausgelegt; so sind die Umkleiden beispielsweise für die heutigen Verhältnisse zu knapp bemessen. Auch neue – und meist größere – Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände trügen zum steigenden Platzbedarf bei, heißt es seitens der Verwaltung. Um den Betrieb zu gewährleisten, sei eine Erweiterung dringend erforderlich.

Erweiterungsbau direkt neben an

Ein Grundstück dafür ist bereits gefunden: Ein altes Firmengelände direkt westlich der Feuerwache. Die Stadt habe es im vergangenen Jahr erworben, sagt Kämmerer Markus Kreuz, der als Dezernent auch für Feuerwehr und Rettungsdienst zuständig ist. Früher war hier mal ein Altmetallbetrieb ansässig, inzwischen nutzt die Stadt teile des Grundstücks als Lagerplatz.

Einen Altbau auf dem Gelände hofft Kreuz für den Rettungsdienst nutzen zu können; hier könnten die Sozialräume für die Mitarbeiter entstehen. Ob ein solcher Umbau überhaupt möglich ist, sollen nun Gutachter klären. Möglich, so Kreuz, sei auch ein Neubau. Ein Grundsatzbeschluss soll am 23.Juni im Rat gefasst werden.

Die Finanzierung des Projekts

Finanziert werden soll das Millionenprojekt im Wesentlichen über die Krankenkassen. Da die neuen Räume für den Betrieb des Rettungsdienstes unabdingbar seien, seien die Kassen bereit, für die entsprechenden Kosten aufzukommen. Der Bau selbst solle wie beim Wassersportzentrum über die Dienstleistungs- und Finanzierungsgesellschaft Hamm (DFH) betrieben werden, so Kreuz weiter. Die DFH soll nun zunächst 250.000 Euro erhalten, um eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben zu können. Mit der Studie rechnet Kreuz bis Ende 2020, gebaut werden soll möglichst bereits 2021.

Zum Standort Hafenstraße gibt es aus Sicht der Stadt keine Alternative. Zwar sind Rettungswagen auch an der Feuerwache II und drei weiteren Rettungswachen stationiert. Die Wache an der Hafenstraße sei jedoch strategisch am besten gelegen, so Kreuz, nicht zuletzt, weil die beiden wichtigsten Brücken von hier aus gut erreichbar seien.

Die Feuerwache

Die Berufsfeuerwehr ist seit 1995 an der Hafenstraße 45 ansässig. In dem Gebäudekomplex sind ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, der Löschzug Mitte und der Kommunikationszug der Freiwilligen Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Branddirektion untergebracht. Von 1928 bis 1995 befand sich die Feuerwache an der Sedanstraße, aufgrund von Kriegszerstörungen von 1945 bis 1951 auch an der Lessingstraße. Seit 2010 hat die Berufsfeuerwehr mit der Feuerwache II am Hohefeldweg einen zweiten Standort.

Veränderungen gibt es auch bei anderen Feuerwachen. In Bockum-Hövel an der Römerstraße erhält die Feuerwache 12 neue Tore. Einen wirklich unangenehmen Job hatten die Feuerwehrkräfte auf der Werler Straße. Dort hatte ein Tanklastzug Ladung verloren, die extrem unangenehmen stank.

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