Verein traurig und wütend

Feuerteufel unterwegs? „Strohschütze“ abgefackelt- auch Container und Hecke in Flammen

Von der Strohpuppe blieb nur noch verkohlter Strohmatsch übrig.
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Von der Strohpuppe blieb nur noch verkohlter Strohmatsch übrig.

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat ganz offenbar ein Feuerteufel in Braam-Ostwennemar sein Unwesen getrieben. Auch die beliebte Strohpuppe des Schützenvereins wurde ein Opfer der Flammen.

Braam-Ostwennemar - Böse Überraschung für den Schützenverein Braam-Ostwennemar: Nur eine Woche nachdem die Schützen mit viel Aufwand und Liebe zum Details eine mehrere Meter hohe Strohpuppe in Schützenmontur an der Soester Straße aufgestellt hatten, ist von dem überdimensionalen Gebilde nur noch verkohlter Stroh-Matsch übrig.

In der Nacht zu Montag - gegen 1.35 Uhr - qualmte es plötzlich, danach schlugen Flammen in die Höhe. Anwohner alarmierten anschließend Feuerwehr und Polizei. Am Montagmorgen rückten die Einsatzkräfte dann noch einmal für Nachlöscharbeiten an der Strohpuppe aus.

Jubiläumspuppe abgebrannt: Verein „traurig und enttäuscht“

„Wir sind natürlich traurig und enttäuscht“, sagte der Vorsitzende des Schützenvereins Elmar Bomke. „Im Umkreis hat es jetzt schon mehrfach gebrannt, das kann kein Zufall mehr sein.“ Die Schützen hatten der immer wieder aufgebauten Strohpuppe in diesem Jahr extra eine große 100 umgehängt anlässlich des Vereinsjubiläums. Auch wieder angebracht wurde eine große Träne, die schon im vergangenen Jahr den Strohkopf zierte. Damit wollten die Schützen ihre Traurigkeit über die noch immer deutlich abgespeckten Fest-Möglichkeiten angesichts der Corona-Pandemie hinweisen.

Bierglas und Corona-Träne: So sah die Strohpuppe im vergangenen Jahr aus.

Möglicherweise wird die Puppe an der Soester Straße aber schnell wieder aufgebaut. Am Montagabend treffen sich die Organisatoren ohnehin. „Die Jungs geben so leicht nicht auf“, kündigte Bomke an.

Anwohner an Soester Straße von Brand überrascht

Der Anwohner, auf dessen Grund die Strohpuppe aufgebaut worden war, wurde derweil von dem Feuerwehreinsatz überrascht. „Es roch erst komisch, dann ging überall im Haus die Brandmeldeanlage an und ich habe die Feuerwehr gerufen. Die riet mir, mal aus dem Fenster zu schauen. Da brannte die Strohpuppe schon und ein ganzer Einsatztrupp stand die Soester Straße entlang“, sagte er. „Ich hatte erst gedacht, dass da vermutlich ein Blitz ins Feld eingeschlagen ist.“

Seine Überwachungskamera reiche leider nur bis an die Strohpuppe heran und decke nicht den ganzen Bereich drumherum ab, sodass der mutmaßliche Brandstifter nicht zu erkennen sei. Die Polizei hat eine Strafanzeige gegen unbekannt gefertigt.

Auch Altpapiercontainer und Hecke brennen

Die Feuerwehr konnte so schnell bei der brennenden Strohpuppe sein weil bereits eine halbe Stunde zuvor - etwa gegen 1 Uhr - ein Altpapiercontainer vor einem Mehrfamilienhaus an der Baumstraße von Unbekannten in Brand gesetzt worden war. Das Feuer griff auf eine angrenzende Hecke über.

Während ein Anwohner versuchte, mit einem Feuerlöscher den Brand unter Kontrolle zu bringen, verletzte sich ein weiterer Nachbar leicht, als er den Abfallbehälter von der Hecke entfernen wollte. Die alarmierte Feuerwehr löschte schließlich den Brand. Es entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von 800 Euro. Hinweise zu dem oder den Tatverdächtigen nimmt die Polizei Hamm unter 02381 916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de entgegen.

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