Schon 380.000 Euro Schaden in Heessen

Feuerserie: Polizei warnt vor Bürgerwehr

HEESSEN - Die Brandserie in Heessen sorgt für viel Diskussion. Die Polizei gab bekannt, dass der Gesamtschaden inzwischen bei rund 380.000 Euro liegen dürfte. Sorgen bereiten aber auch erste Tendenzen in Richtung Bürgerwehr.

Auch in der Nacht zu Montag hatte es in Heessen gebrannt. An zwei unterschiedlichen Orten standen ein Baum und ein Holzzaun in Brand sowie ein Pkw im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses in Flammen.

An dem Opel im Hinterhof am Piebrockskamp entstand ein Sachschaden von rund 7500 Euro, der Schaden am Zaun an der Glückaufstraße wird auf etwa 2000 Euro beziffert. Die Einsätze wurden um 2.12 bzw. 3.55 Uhr gemeldet. Ein an die erste Unglücksstelle angrenzender Carport

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Carport an der Franz-Hitze-Straße ausgebrannt

wurde nicht beschädigt. In Werries und in Herringen brannten zudem in der Nacht Mülltonnen. Zeugenhinweise werden dringend an die Polizei Hamm unter der Telefonnummer 02381-9160 erbeten. Verdächtige Beobachtungen sollen an den Notruf der Polizei 110 gemeldet werden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Schon in der Nacht auf Samstag hatten in der Franz-Hitze-Straße ein Carport und ein Pkw gebrannt. Insgesamt hat es seit dem 10. Juli in sieben Nächten mehrmals in Hamm gebrannt. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden der Brände in Heessen in den vergangenen Woche inzwischen auf rund 380.000 Euro.

Zwischen den Geschädigten gebe es keine Zusammenhänge, jedenfalls nach bisherigem Ermittlungsstand, sagte Polizeisprecher Detlef Schmidt-Lind. Und so verwies Staatsanwalt Dr. Heiko Artkämper erneut darauf, dass es für eine Serie von Brandstiftungen keinen Nachweis gebe. „Es besteht ein raum-zeitlicher Zusammenhang, aner alles andere ist reine Spekualtions“, sagte Artkämper.

Dass die Betroffenheit in der Heessener Bevölkerung immer größer wird und sich erst Tendenzen in Richtung Bürgerwehr abzeichnen, ist der Polizei ein Dorn im Auge. Angeblich sollen am Wochenende ihre eigenen Ermittlungen gestört worden sein. „Die Leute sollten sich nicht auf dei Lauer legen. Dafür ist die Polizei da“, sagte Polizesprecher Detlef Schmidt-Lind. „Wir bitten die Bürger, wenn sie etwas Auffälliges beobachten, sich über den Notruf 110 direkt an die Polizei zu wenden. Und das lieber einmal zu häufig als zu wenig. Das kostet auch nichts.“

Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang nicht. Verdächtige Personen, die in der Nähe der Brandorte beobachtet wurden, entpuppten sich bislang als Mitarbeiter der Polizei.

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