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Bahn-Drama made in Hamm - Feuer fordert Einsatzkräfte

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Von: Markus Hanneken

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Hier in dem alten Stellwerk brach das Feuer aus.
Kräfte der Hammer Berufsfeuerwehr waren am alten Stellwerk (hinten) im Einsatz. © Feuerwehr Hamm

Nach dem massiven Ausfall von Zugverbindungen infolge eines Feuers am Hauptbahnhof in Hamm am Dienstag hat sich die Situation fast wieder normalisiert. Inzwischen gibt es auch Infos von den Einsatzkräften.

Hamm - Weil es in einem alten Stellwerk im Bereich des Hammer Hauptbahnhofs brannte, kam der Zugverkehr am Dienstagnachmittag in weiten Teilen des Landes für mehr als drei Stunden zum Erliegen. Zwar galt das Kernproblem gegen 18 Uhr als behoben, doch dauerte es bis weit in die Nacht, ehe der Bahnverkehr wieder halbwegs normal rollte. Inzwischen ist der Zeitplan wieder weitgehend im normalen Bereich (für Live-Daten hier klicken).

Ursächlich verantwortlich für das Chaos war ein Brand in einem stillgelegten Stellwerk im Bereich des früheren Postbahnhofs. Dieser führte mittelbar zum Ausfall des zentralen Stellwerks, von wo aus der gesamte Personenbahnhof signaltechnisch gesteuert wird. Der Fernverkehr wurde deshalb zum Teil über Gütergleise des Rangierbahnhofs umgeleitet, ein Halt in Hamm war nicht möglich.

Der Nahverkehr von und nach Münster, Soest, Bielefeld und Dortmund kam in der Folge rund um Hamm völlig zum Erliegen. Teilweise wurden Busse von den Nahverkehrsbetreibern als Schienenersatzverkehr eingesetzt.

Dieses alte Stellwerk brannte am Dienstagmittag.
Dieses alte Stellwerk brannte am Dienstagmittag. © Feuerwehr Hamm

Brand im Stellwerk: Feuerwehr Hamm im Einsatz

Gegen 14 Uhr waren der Leitstelle der Hammer Feuerwehr „brennende Sträucher und Bäume auf einer Bahnanlage“ gemeldet worden. „Den von der Leitstelle eingesetzten Kräften stellte sich nach der Erkundung vor Ort ein etwas abweichendes Bild dar“, heißt in einer aufarbeitenden Mitteilung der Behörde. In einem durch Bäume und Sträucher zugewachsenen und damit schwer zugänglichem Bereich habe ein ehemaliges und damit nicht mehr im Betrieb befindliches Stellwerk in einer Größe von etwa zwei mal vier Metern im Obergeschoss gebrannt.

Den Angaben zufolge verlegten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr eine rund 200 Meter lange Angriffsleitung verlegen, bevor sie mit der Brandbekämpfung beginnen konnten: „Von einem Trupp unter Atemschutz konnte das Feuer schnell mittels einem C-Hohlstrahlrohr unter Kontrolle gebracht und schließlich abgelöscht werden.“ Das Gebäude sei mit Hilfe einer Wärmebildkamera nach eventuell vorhandenen Brandnestern abgesucht worden.

Warum das Feuer ausbracht, ist nicht bekannt. Die Ermittlungen hat am Mittwoch die Hammer Polizei übernommen.

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