Rentner stellte Falle

Nach Festnahme in Hamm: Falsche Polizistinnen auch für viele andere Fälle verantwortlich - Suche nach Hintermännern

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Im Februar klickten in Hamm die Handschellen. Jetzt sitzen die beiden Betrügerinnen im Gefängnis (Symbolbild).

Hamm/Bielefeld - Dreieinhalb Monate nachdem zwei falsche Polizistinnen in Berge Beute machen wollten, droht den 18- und 24-jährigen Frauen aus dem ostwestfälischen Herzebrock-Clarholz nun ein umfangreiches Strafverfahren.

Die beiden Beschuldigten sind offenbar Teil einer Bande gewesen und sollen bei mindestens vier vollendeten Taten als Geldabholerinnen agiert haben.

Bei der Tat in Berge hatten sie die Rechnung allerdings ohne ihr 77-jähriges Opfer gemacht. Der Rentner hatte am Abend des 11. Februar einen Anruf von einem angeblichen Kommissar erhalten und sogleich Verdacht geschöpft. Zum Schein ließ er sich damals auf das Gespräch mit dem Betrüger, der ihm weismachten wollte, dass eine Einbrecherbande im Anflug sei, ein. Parallel verständigte der Senior die echte Polizei.

Senior stellt Betrügern eine Falle

Während die Hammer Beamten umgehend sein Haus überwachten, wurde der 77-Jährige am Telefon dazu aufgefordert, sein Hab und Gut in einer Tüte zu verstauen und diese in der Altpapiertonne abzulegen. Kurz drauf erschienen die beiden Frauen in Berge und wurden beim Versuch, das Geld abzuholen, festgenommen.

Monatelange Ermittlungen schlossen sich daran an. Am Donnerstag wurden die beiden Frauen endgültig in Untersuchungshaft genommen. Ähnlich wie in Berge sollen sie auch im Kreis Gütersloh, in Beckum und in Bielefeld vorgegangen sein.

Hintermänner werden noch gesucht

Ein fünfstelliger Betrag soll bei den Taten erbeutet worden sein. Das teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft Bielefeld am Freitag mit. Die Ermittlungen zu den Hintermännern dauern noch an. Die beiden Frauen wurden beide in Deutschland geboren.

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