Nicht ohne Kritik...

Festlicher Empfang für türkischen Bürgermeister

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Burhanettin Coban mit Thomas Hunsteger-Petermann.

Hamm - Zum Abschluss seiner Amtszeit wird der Bürgermeister der türkischen Stadt Afyonkarahisar (kurz Afyon), Burhanettin Coban, mit seiner Frau am Dienstag in Hamm zu Gast sein. Das gefällt nicht jedem in der Stadt.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann empfängt seinen Amtskollegen auf Schloss Oberwerries. Im Rahmen eines festlichen Abendessens wird sich Coban in das goldene Buch der Stadt Hamm eintragen.

Cobans Amtszeit endet am 19. März. Zehn Jahre war er Bürgermeister der westanatolischen Stadt, nun hat ihn seine Partei – die AKP – nicht mehr aufgestellt. Bevor er seine Amtsgeschäfte abgibt, besucht er die Partnerstädte. Am Dienstag ist er zu Gast in Hamm.

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Hunsteger-Petermann denkt gerne an die vergangenen zehn Jahre zurück. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten habe sich ein freundschaftlicher Kontakt entwickelt. „Burhanettin Coban ist ein starker Förderer unserer Städtepartnerschaft“, sagt der Oberbürgermeister im WA-Gespräch. Bei zahlreichen Treffen haben beide die Bedeutung der Städtepartnerschaft betont.

Burhanettin Coban

Mit Spannung blickt Hunsteger-Petermann auf den 19. März. Dann finden in der Türkei die Kommunalwahlen statt. Wenn der neue Bürgermeister gewählt ist, will er auch ihn nach Hamm einladen.

"Falsche Signale an der Bevölkerung"

Kritisch blickt Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender der Hammer Linken, auf den Besuch aus der Türkei. Durch das Hofieren der türkischen AKP-Vertreter sende die Stadt Hamm falsche Signale an die Bevölkerung von Afyon, die demokratische Opposition in der Türkei und die türkische Gemeinschaft in Hamm.

Inzwischen gehe der OB auch sehr inflatorisch mit den Eintragungen ins goldene Buch der Stadt Hamm um. Der Eintrag solle eine besondere Ehre sein und nur ganz besonderen Personen zugebilligt werden. Ein AKP-Vertreter, so Sengül, gehöre nicht dazu.

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