„Afrika Festival“: Feuerwerk der guten Laune

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Rund 30 Kinder aus dem Publikum hatte Yemi Ojo mit Trommeln ausgestattet und vermittelte mit ihnen ein lautstarkes Feuerwerk der guten Laune.

Hamm - Über 500 Besucher haben die dritte Auflage des Festivals „Yes Afrika“ an der Christuskirche zur bislang erfolgreichsten werden lassen.

Die Veranstaltung scheint sich mittlerweile auch außerhalb der Stadtgrenzen herumgesprochen zu haben, so dass sich die Organisatoren vom Verein „Yes Afrika“ für das nächste Festival wohl einen größeren Veranstaltungsort suchen werden. Nelli Foumba Soumaoro, Mitbegründer und 1. Vorsitzender des Vereins „Yes Afrika“, freute sich über so viele Gäste. Einer allerdings fehlte. „Wir haben den Oberbürgermeister bereits zum dritten Mal eingeladen, aber er ist wieder nicht gekommen. Das ist schon eine Enttäuschung für uns, dass er unsere Arbeit nicht wertschätzt“, sagte Soumaoro und fügte hinzu: „Wir sind ein Teil von Hamm und leisten einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Integration, indem wir Orientierungshilfen oder Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.“ 

„Grundlage für friedliches Zusammenleben“

Lob gab es stattdessen von Bürgermeister Manfred Lindemann: „Wir brauchen Vereine, die sich für die Stadt einsetzen. In Hamm gibt es viele Farben, und wir sind eine bunte Gesellschaft. Alle haben das Recht, in der Stadt zu leben.“ Das abwechslungsreiche Programm des Festivals hob er ebenfalls hervor: „Es ist eine tolle Sache, den Bürgern Afrika auf diese Art und Weise näherzubringen. Es ist wichtig, dass sich Menschen bei einer solchen Veranstaltung begegnen – das ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.“ 

Michael Thews (SPD), Mitglied des Bundestags, ging auch auf die Schattenseiten des Kontinents mit Hunger, Trockenheit und Wassermangel ein. Gerade Deutschland als Industrieland müsse helfen, dass der Bevölkerung genügend Lebensmittel und Wasser zur Verfügung gestellt werden. Wichtig sei es, auch auf lokaler Ebene „die Herzen zu öffnen.“

Kinder trommeln zu Shakira-Hit

„Asylrecht ist Menschenrecht – es kann nicht sein, dass wir die Tür zumachen“, nahm Ismail Erkul, Mitglied des Integrationsrates der Stadt Hamm, in seiner Begrüßung Bezug auf das politische Geschehen. Wie sich Lebensfreude akustisch darstellen kann, demonstrierte danach unter anderem Yemi Ojo, der gut 30 Kinder aus dem Publikum mit Trommeln ausgestattet hatte, mit denen er zusammen ein lautstarkes Feuerwerk der guten Laune ertrommelte. Dabei durfte „Waka Waka (This time for Africa)“ von Shakira und Freshlyground natürlich nicht fehlen. 

Für einen stimmlichen Höhepunkt hatte vorher schon der Gospelchor „Radial Praise“ gesorgt. „Wir haben in diesem Jahr so viel Programm wie noch nie“, erklärte Soumaoro stolz. Die Künstler, die sich auf der Bühne präsentierten, reisten dabei nicht nur aus der Region an; die HipHop-Formation „Dark and Dark“ kam extra aus Nigeria, um in Hamm aufzutreten. Mit gut 500 Besuchern sind die Kapazitätsgrenzen an der Christuskirche erreicht. „Wir überlegen daher, im nächsten Jahr vielleicht in die Zentralhallen zu wechseln, wo wir mehr Platz haben und die Besucher noch länger feiern können“, blickte der Vorsitzende in die Zukunft.

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