Ferienlager fallen ins Wasser

Stadtranderholung in neuer Form: Organisatoren trauen sich keine Ferienlagerfahrten zu

da Mit den Kids ins Ferienlager an die See – für viele Lagerleiter ist dieses Vorhaben in diesem Jahr sehr weit weg.
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da Mit den Kids ins Ferienlager an die See – für viele Lagerleiter ist dieses Vorhaben in diesem Jahr sehr weit weg.

Schlechte Aussichten für die Sommerferien: Aufgrund der Corona-Krise stehen offenbar zahlreiche Ferienlager vor dem Aus. Ferienspaß und Stadtranderholung sollen stattfinden, in welcher Form, ist allerdings noch nicht klar.

Hamm – Die Gemeindejugend St. Peter und Paul aus Herringen hatte eigentlich zwei Wochen in der Eifel verbringen wollen. Ob die Fahrt stattfindet, stehe noch nicht fest, sagte Betreuer Andreas Kupka. Die Tendenz gehe allerdings zur Absage, Ende des Monats wolle man sich festlegen. Von Seiten der Eltern gebe es aber seit vier Wochen eine Reihe von Absagen.

Maßnahmen nicht einhaltbar

Bei einer Fahrt mit Neunjährigen hält Kupka die geforderten Abstands- und Desinfektionsregeln für nicht umsetzbar. Ähnlich sieht es Klaus Markhoff, der lange Zeit für die Bockum-Höveler Heilig-Geist-Pfarrei Jugendfahrten organisierte, zuletzt nach Ameland. In Gemeinschaftsunterkünften könnten sich Krankheiten eben schnell verbreiten, sagt er. Trüge er noch Verantwortung, würde er solch eine Fahrt mit Blick auf Corona absagen. Es gebe zu viele Unwägbarkeiten.

Notfallpläne werden in der Corona-Krise noch wichtiger – wie weit ist es bis zum nächsten Krankenhaus? Haftungsfragen spielen eine Rolle, nicht nur für den Fall, dass jemand erkrankt, sondern auch bei einer Absage: Wer trägt die Kosten für die bereits gebuchten Unterkünfte? Kupka weist auf ein Problem hin, dass bei Ausfall der Fahrt entsteht: Die Gruppenleiter rekrutieren sich in der Regel aus den Teilnehmern der vorherigen Fahrten – hier droht für Fahrten im kommenden Jahr eine Lücke.

Fahrten des Evangelischen Kirchenkreises

Bereits entschieden hat sich der Evangelische Kirchenkreis: Alle Fahrten des Jugendreferats seien abgesagt, teilte ein Sprecher des Kreiskirchenamtes mit. Bei der Diakonie Ruhr-Hellweg versucht man immerhin, die Stadtranderholung für Kinder und Jugendliche auf Haus Caldenhof zu retten.

Normalerweise werden dort in den Sommerferien 200 Kinder betreut. Man arbeite an einem Hygiene-Konzept, sagte Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Ernst. Möglicherweise werde es mehr Termine, dafür aber eine geringere Teilnehmerzahl geben. Anfragen von Eltern gebe es bereits.

Hammer Ferienspaß

Den Hammer Ferienspaß solle es auch in diesem Sommer geben, sagte ein Stadtsprecher. In welcher Form die Angebote gemacht werden können, werde gerade mit allen Beteiligten abgestimmt. Vorstellbar sei eine Mischung aus digitalen und Vor-Ort-Angeboten.

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