Selbstbeteiligung

105.000 Euro teure Rechnung: Anwohner wollen nach Fangstraßen-Sanierung klagen

Die Fahrbahn der Fangstraße zwischen der Kamener Straße und dem Ortsausgang ist mittlerweile zwar erneuert, doch der Ärger bleibt.
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Die Fahrbahn der Fangstraße zwischen der Kamener Straße und dem Ortsausgang ist mittlerweile zwar erneuert, doch der Ärger bleibt.

Die Fahrbahn der Fangstraße zwischen der Kamener Straße und dem Ortsausgang ist mittlerweile zwar erneuert, doch der Ärger bleibt.

Herringen/Pelkum – Obwohl die Anwohner der Fangstraße das Thema bereits vor Monaten in der Bezirksvertretung angesprochen und die Verwaltung auch schriftlich kontaktiert hatten, sind aus ihrer Sicht noch nicht alle Fragen beantwortet – zumal sie mit rund 105.000 Euro an den Ausbaukosten in Höhe von knapp 700.000 Euro beteiligt werden sollen. Sie wollen nicht ausschließen, gegen die Kostenbeteiligung zu klagen, wenn sie demnächst die Beitragsbescheide erhalten.

Aus ihrer Sicht gibt es vor allem zwei Knackpunkte: So sei noch immer nicht klar, inwieweit der Bergbau an den Kosten beteiligt werden könne. Immerhin handele es sich bei der Fangstraße um ein Bergsenkungsgebiet, so ein Betroffener. Vor allem aber glauben sie, dass der Grund für die Fahrbahnerneuerung – laut Stadt hatte man es mit Absackungen im Unterbau zu tun – nur vorgeschoben sei und die Stadt kostengünstig ihre Radwegmarkierungen bekommen wollte.

„Der Bauleiter hat uns gesagt hat, dass hier keine Absackungen vorhanden sind“, so der Anwohner, der ferner auf die erst vor acht Jahren erfolgte Fahrbahnsanierung verwies. Zudem sollte die Stadt bedenken, dass die Fangstraße keine reine Anliegerstraße sei und sie täglich von 9.000 Fahrzeugen befahren werde.

Anwohner wollen klagen: Das sagt die Stadt zum Thema

Wie Stadtsprecher Lukas Huster erklärte, habe es sich bei der von den Anwohnern angesprochenen Maßnahme aus dem Jahr 2013 um eine reine Deckschicht-Erneuerung gehandelt, die nur die westliche Fahrtrichtung zwischen Kamener Straße und Deutzholz betroffen habe. „Es wurde nur die oberste Asphaltschicht erneuert.“

Grundsätzlich habe sich der Asphalt in einem schlechten Zustand befunden. „Seine Lebensdauer war erreicht. Insbesondere auch die unteren Asphaltschichten mussten erneuert und nach aktuellem Stand der Straßenverkehrsanforderungen aufgebaut werden.“ Bergbauschäden oder anderweitige Schäden im Untergrund seien nicht festgestellt worden. Daher komme eine Beteiligung des Bergbaus nicht in Frage.

Die erwähnten Absackungen beziehen sich laut Huster darauf, dass – im Zuge der Abnutzung der Asphaltschichten – die notwendige Querneigung der Straße, über die das Abfließen des Wassers in Richtung Rinnen am Fahrbahnrand geregelt wird, nicht mehr gegeben war. „Auch das führt dazu, dass sich der Zustand der Straße sukzessive weiter verschlechtert und ein deutliches ,Symptom’ einer notwendigen Sanierung der unteren Asphaltschichten ist“, verteidigte er die Maßnahme.

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