Perfider Trick funktioniert

Falscher Sparkassen-Mitarbeiter prellt 31-Jährige aus Hamm

Call-ID-Spoofing-Fall in Hamm.
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Call-ID-Spoofing funktioniert mit modernen Smartphones, wie im aktuellen Fall in Hamm.

Ein falscher Sparkassen-Mitarbeiter hat eine 31-Jährige aus Hamm um einen vierstelligen Betrag gebracht. Dabei setzte er auf einen ebenso ungewöhnlichen wie modernen Trick.


Hamm - Der unbekannte Täter rief die junge Frau aus Heessen am Samstag gegen 12.45 Uhr mittels Call-ID-Spoofing (Infos dazu weiter unten) an. Dabei sei nach Angaben der Geschädigten auf dem Display ihres Mobiltelefons „Sparkasse Hamm, Geldautomat 023811030“ angezeigt worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Der angebliche Sicherheitsmitarbeiter habe die Frau glauben lassen, dass ihr Girokonto ausgespäht und eine vierstellige Summe widerrechtlich abgebucht worden sei. Anschließend bot er der 31-Jährigen an, die Transaktionen sofort wieder rückgängig machen zu können, wenn sie ihm vier Tan-Nummern mitteile.

Das tat die Hammerin und stellte nach dem Telefonat fest, dass ein vierstelliger Betrag mit vier Überweisungen über das Tan-Verfahren abgebucht wurde. Die Polizei Hamm ermittelt nun wegen Betruges. - WA

Call-ID-Spoofing

Der Begriff Call-ID-Spoofing bezeichnet die Methode, mit der Anrufe unter einer für den Angerufenen vorgetäuschten rufenden Nummer geführt werden können. Dabei wird bei einer Rufnummernanzeige des angerufenen Telefons anstatt der Originalrufnummer des Anrufers eine in der Regel frei wählbare Identifikationsinformation angezeigt. Hierdurch wird es möglich, die wahre Identität des Anrufers beim Angerufenen zu verschleiern, um gegebenenfalls eine falsche Identität vorzutäuschen. Diese Möglichkeit besteht in unregulierten Kommunikationsnetzen wie dem Internet, ist aber auch in regulierten öffentlichen Netzen (zum Beispiel VoIP- oder klassische Telekommunikations-Netze) möglich, wenngleich aufgrund der Telekommunikationsgesetze (auch in Deutschland) verboten. (Quelle: Wikipedia)

In diesem Zusammenhang rät die Polizei:

  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Bankkontodaten, Kreditkartendaten, Tan-Nummern, Zugangsdaten zu Online-Konten oder Pin-Nummern für EC-Karten heraus.
  • Lassen Sie sich unter keinen Umständen persönliche Informationen oder sensible Daten am Telefon entlocken.
  • Rufen Sie bei dem betreffenden Geldinstitut zurück und vergewissern sich.

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