Falsche Verdächtigung: Ewers-Prozess kommt

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Thomas Ewers

HAMM - Das jahrelange Warten des mutmaßlichen Hammer Justizopfers Thomas Ewers auf einen neuen Richterspruch hat bald ein Ende. Das Landgericht Dortmund gab bekannt, dass im April der Prozess gegen dessen Ex-Freundin und deren zwischenzeitlichen Lebensgefährten beginnen wird.

Die beiden sollen mit erfundenen Vergewaltigungsvorwürfen dafür gesorgt haben, dass der heute 45-jährige Ewers in 2002 zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde und etwa vier Jahre zu Unrecht im Gefängnis saß.

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Die 41-jährige Hammerin wird sich ab dem 16. April wegen mittelbarer Freiheitsberaubung verantworten müssen, ihr ebenfalls aus Hamm stammender, 37-jähriger Ex-Partner muss sich als Anstifter dazu verantworten. Die beiden sollen sich das Lügenmärchen ausgedacht haben, um Ewers möglichst lange aus der Welt zu schaffen. Bis zum letzten Tag musste der 45-jährige Bockum-Höveler seine Haft verbüßen. Nach seiner Entlassung im Jahr 2010 erleichterte die Hammerin in einem Schreiben ihr Gewissen und räumte ein, dass es keine Vergewaltigungshandlungen gegeben hatte.

Vor mehr als zwei Jahren hatte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, doch das Landgericht fand keinen Termin für diesen Fall. Drei Verhandlungstage sind nunmehr anberaumt. - fl

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