Kurios

Beflaggte Tretminen in Herringen sollen Hundehalter maßregeln

Beflaggte Tretminen auf Gehweg an Waldenburger Straße
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Protest einmal anders: Beflaggte Tretminen machen in Herringen auf das Problem von zu viel Hundekot auf Gehwegen aufmerksam.

Auf recht unkonventionelle Weise hat eine Herringerin auf ein „stinkendes Problem“ aufmerksam gemacht.

Herringen –Kleine Fähnchen zieren seit einigen Tagen den Gehweg, der rechts von der Waldenburger Straße abgeht und in Richtung Köhlerstraße/Sundern führt. Nicht nur, dass er ein stark frequentierter Schulweg ist. Auch viele Hundebesitzer nutzen ihn für ihre täglichen Spaziergänge.

Und genau das ist das Problem: Denn je mehr Hunde ihn benutzen, um so mehr „Tretminen“ gibt es dort. Aktuell hat die Herringerin mehr als 30 gezählt. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, hat sie die Hundehaufen mit kleinen Fähnchen markiert. „Mich ärgert es ungemein, dass die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht mitnehmen“, sagte sie.

Schon im vorigen Jahr hatte sie die Hundehaufen auf diese Weise gekennzeichnet, um mittelfristig für mehr Sauberkeit zu sorgen – vergeblich. Auch Kindern sei der Zustand des Gehwegs, wie sie weiter ausführte, offenbar sauer aufgestoßen. Sie hätten entlang des Weges einige Schilder mit einer eindeutigen Aufforderung an die Hundehalter angebracht. Zwischenzeitlich seien aber viele dieser Hinweise zerstört worden.

Probleme mit Hundehaufen auf Gehwegen, Spielplätzen und öffentlichen Plätzen gibt es im gesamten Stadtgebiet. Für die Stadt ist es jedoch fast unmöglich, das Problem in den Griff zu bekommen. Und so kann sie an die Hundehalter nur appellieren, die Hinterlassenschaften der Hunde in mitgebrachte Tüten zu stecken und diese fachgerecht zu entsorgen – und nicht, wie im Umfeld der Moltkestraße in Pelkum geschehen, die Hundekottütchen am Straßenrand liegen zu lassen.

Ob sich angesichts der verstärkten Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes in den einzelnen Stadtbezirken etwas ändert, bleibt abzuwarten. Sollten jedoch Hundebesitzer dabei erwischt werden, dass sie den Dreck ihrer Hunde liegen lassen, kann es teuer werden – und zwar richtig. Nach Angaben von Stadtsprecher Lukas Huster wird Hundekot auf Wegen oder städtischen Flächen mit 55 Euro geahndet. „Auf Spiel- oder Bolzplätzen liegt der Preis bei mindestens 300 Euro. Die Mitnahme von Tieren auf einen Spiel- oder Bolzplatz wird mit 35 Euro geahndet.

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