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Extraschicht lockt Tausende nach Heinrich Robert

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Stimmungsvolle Extraschicht auf Heinrich Robert: Zum Feuerwerk am späten Abend fanden sich zahlreiche Besucher auf dem ehemaligen Zechengelände ein.

Hamm - Die Pütthemden hängen schon lange nicht mehr unter der Decke der Waschkaue. Klar, schließlich ist die Zeche Heinrich Robert schon seit einigen Jahre geschlossen. Dass sich am Samstag dennoch viele Bergleute auf dem Areal tummelten, lag an der „Extraschicht“.

Die ruhrgebietsweite Industriekulturnacht lockte etliche ehemalige Kumpel an, die ihre alte Arbeitsstätte mal in einem anderen Licht sehen wollten – aufgrund vieler bunter Lichtinstallationen im wahrsten Sinne des Wortes. Aber auch jede Menge Kultur- und Kunstinteressierte waren unter den tausenden Besuchern, die damit auch einen Einblick in das bekamen, was künftig im bekanntlich als „Creativrevier“ genutzten Areal möglich ist. 

Dabei gab es von 18 Uhr bis in die späte Nacht hinein jede Menge zu entdecken. Besonders gut kamen das Feuerwerk unterm Hammerkopfturm, die Lasershow in der Kaue und vor allem das Atelier de Wendel des Künstlers Norbert Then an. Letzteres befindet sich in einem ehemaligen Lagerraum unter dem Lichthof und wurde erst in der vergangenen Woche mit relativ einfachen Mitteln – schwarz gestrichene Wände, Kunstwerke an und vor den Wänden, Kerzen auf den Tischen, Barhocker, Lichteffekte und eine kleine Bühne mittendrin – hergerichtet. 

"Extraschicht" im CreativRevier Heinrich Robert Teil Eins

Besonders interessant: Es ist der erste Raum, für den es eine konkrete Nachnutzung gibt. Nach den Sommerferien sollen hier regelmäßig Veranstaltungen wie Atelierfeste, Comedy, Konzerte und Lesungen stattfinden. Die Besucher des Ateliers, so war zumindest zu hören und an der Stimmung zu merken, waren vor allem von der Atmosphäre in diesem Keller angetan. Doch egal, ob in den Gebäuden oder im Freien: Überall wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Neben Walking-Acts spielten auch Live-Bands, Foto- und Kunstausstellungen waren überall zu sehen und auch allerlei Kuriositäten – wie ein Seifenspender aus einer Whiskey-Flasche – gab es. 

"Extraschicht" im CreativRevier Heinrich Robert Teil Zwei

Sehr gut angenommen wurden auch die Führungen, die unter anderem durch ehemalige Kumpel von Heinrich Robert sowie von den Knappenvereinen Heessen und Werries geleitet wurden. Einer von ihnen war Stephan Mohr. Was die Besucher wissen wollten? „Wann und warum die Zeche dicht gemacht wurde, Alltägliches zum Bergbauleben, aber auch sehr Konkretes“, verriet der Vorsitzende des Knappenvereins Werries. Neben ehemaligen Bergleuten und Besuchern seien auch Menschen zur Zeche gekommen, die die besondere Aufmachung von Heinrich Robert für schöne Fotomotive nutzten. 

„Es war eine Mischung aus Hammer Bürgern und Leuten, die von auswärts angereist sind“, stellte Mohr fest. Letzteres ist auch der Grund, warum die Besucherzahlen nur schwer zu schätzen sind. Da die Eintrittskarte für alle 50 Spielorte galt, konnten nur die Besucher, die sie in Hamm gekauft haben, gezählt werden. Ansonsten herrschte ein ständiges Kommen und Gehen.

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