4. Landesturnfest und Special Olympics

Exotische Sportarten und olympisches Flair: 6000 Sportler kommen im Sommer nach Hamm

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Im Jahr 2000 fand in Hamm schon einmal ein Landesturnfest statt. Auch damals strömten mehrere Tausend Sportler und Besucher zu den Wettkämpfen – wie hier im Jahnstadion.

Hamm – Wer zwischen dem 19. und 23. Juni in Hamm unterwegs sein wird, könnte mit großer Wahrscheinlichkeit leicht auf die Idee kommen, durch eine olympische Metropole zu schlendern.

Rund um Fronleichnam findet in Hamm das 4. Landesturnfest NRW statt. Zeitgleich richtet der Landesverband Special Olympics seine Landesspiele aus. Rund 6 000 Sportler haben sich für die Wettkämpfe angemeldet.

Die Dimensionen sind dabei gewaltig. Viele der mehr als 150 Sportstätten der Stadt werden an den vier Tagen komplett von den Teilnehmern in Beschlag genommen. Für die Ertüchtigung der Anlagen investierte die Verwaltung deshalb in den vergangenen Monaten einen sechsstelligen Betrag. Übernachten werden die Athleten in mehreren Hotels, 19 Sporthallen und 12 Schulen. 19 000 Frühstücke wird der Stadt-Sport-Bund seinen Gästen nach eigenen Angaben servieren, damit sie auch gut gestärkt in die Wettkämpfe gehen können. 2 000 ehrenamtliche Helfer der heimischen Vereine sollen dafür sorgen, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht. „Das ist eine Mammutaufgabe“, sagt Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. „Trotzdem bin ich sicher, dass wir das in Hamm schaffen.“

Völkerball und Seilspringen im Rampenlicht

Neben klassischem Geräteturnen messen sich die Akteure in Hamm auch in Sportarten, die sonst eher selten im Rampenlicht stehen. Gymnastik und Tanz sind ebenfalls Teil des Programms wie Prellball, Seilspringen, Rhönradturnen, Orientierungslauf und Völkerball. 18 Disziplinen gibt es insgesamt, dazu kommen 13 Sportarten der Special Olympics – den Spielen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. „Elf davon sind inklusiv. Das zeigt: Im Sport funktioniert Inklusion“, sagt Gerhard Stiens, Vorsitzender von Special Olympics NRW. Es gehe bei „Hamm 2019“ nicht nur um Spitzen- und Breitensport, sondern um das Miteinander. Das Motto deshalb: „Gemeinsam. Besonders. Sportlich.“

Für „Hamm 2019“ kooperieren der Landesverband Special Olympics, der Westfälische Turnerbund, der Rheinische Turnerbund, der Stadtsportbund und die Stadt Hamm.

Neben dem Sport hält auch das Programm Momente vor, die an den olympischen Geist erinnern. Eröffnet wird das Fest am Mittwoch, 19. Juni, mit einem Fahnenumzug vom Rathaus bis zur Pauluskirche, an dem sich alle teilnehmenden Vereine beteiligen können. Am Marktplatz wird dann – so die Planung – die olympische Flamme entzündet und in einem Fackellauf durch die Innenstadt getragen. Am Abend treten Guildo Horn und die Orthopädischen Strümpfe auf.

Hammer Summer als Höhepunkt

Zusätzlich sind zwei Turngalen, Sportlerpartys, Begegnungsnachmittage und ein gemeinsamer Gottesdienst geplant. Am Samstag, 23. Juni, findet als Höhepunkt der Hammer Summer auf dem Marktplatz statt. Die Bands sollen Mitte Mai bekannt gegeben werden, der Eintritt ist kostenfrei. Auf der Südstraße und in den Ringanlagen wird zudem eine Turnfestmeile eingerichtet, die Treffpunkt für Sportler, Besucher und die Hammer Bürger sein soll.

Von denen dürften sich viele noch an das Turnfest im Jahr 2000 erinnern, das ebenfalls in Hamm stattfand. „Das war schon damals ein Riesenerlebnis, das Gemeinschaftsgefühl war groß. Deshalb waren wir schnell bereit, uns noch einmal als Ausrichter zu bewerben“, erklärte Hunsteger-Petermann. „Auch in diesem Jahr wird das Turnfest eine Veranstaltung sein, die verbindet.“

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