Konsequenz aus Corona-Krise in Hamm

Hammer Krankenhaus lässt keine Väter mehr in den Kreißsaal

Im EVK dürfen Väter wegen der Corona-Ansteckungsgefahr derzeit nicht bei der Geburt anwesend sein.
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Im EVK dürfen Väter wegen der Corona-Ansteckungsgefahr derzeit nicht bei der Geburt anwesend sein.

Väter müssen draußen bleiben: Eines der Hammer Krankenhäuser hat entschieden, dass während der Corona-Krise keine Begleitpersonen mehr in die fünf Kreißsäle dürfen.

Hamm – Mit dieser harten Maßnahme will das Evangelische Krankenhaus Hamm (EVK) die Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Die Klinik teilte diese Entscheidung auf ihrer Facebookseite mit. Zahlreiche Nutzer kritisierten sie heftig. Viele von ihnen argumentierten, dass auch die Mutter infiziert sei, wenn der Vater sich mit dem Coronavirus angesteckt habe. In einem Video auf Facebook bekräftigt die Chefärztin der Geburtshilfe, Dr. Corinna Bryan, die Entscheidung.

Dr. Bryan weist darauf hin, dass das EVK ein Perinatalzentrum Level 1 hat: In der Hammer Klinik gibt es eine an die Geburtshilfe angeschlossene Neugeborenen-Intensivstation. In Perinatalzentren dieses Levels können alle Risikoschwangeren ihre Kinder bekommen – sie werden in „normalen“ Geburtskliniken oftmals abgewiesen. „Wir wollen in diesem Zuge unser Team und auch die Eltern schützen vor einem Corona-Ausbruch hier im EVK.“

Bryan nannte die Entscheidung „brutal“. Sie sei notwendig, um zu gewährleisten, dass den Gebärenden weiterhin ein geburtshilfliches Team zur Seite stehe, das sie rundum versorgen kann.

In der St.-Barbara-Klinik dürfen Väter weiterhin mit in die Kreißsäle. Dort werde stetig überprüft, wie sich die Situation entwickelt.

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder kritisiert, dass es nicht genug Hebammen in den Kreißsälen gebe. Einige Nutzer auf Facebook kritisierten nun, sie würden unter der Geburt zeitweise ganz allein gelassen, wenn der Vater nicht mit in den Kreißsaal dürfe.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos hier:

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