EU-Parlamentarierer im Ausbildungszentrum

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Der Leiter des Ausbildungszentrums der Bauindustrie, Gerhard Geske, zeigte dem SPD-Europaabgeordneten Bernhard Rapkay (Dritter von rechts), wo überall Gelder aus Brüssel Verwendung finden. Unter anderem wäre der Neubau der Ausbildungshalle (Hintergrund) ohne EU-Mittel gar nicht möglich. ▪

HAMM-NORDEN ▪ Was bringt uns die Europäische Union? Diese Frage haben Europaabgeordnete wie Bernhard Rapkay immer wieder zu beantworten. Der 60-jährige SPD-Abgeordnete besuchte gestern Hamm und informierte sich im Ausbildungszentrum der Bauindustrie an der Bromberger Straße über die Arbeit der Einrichtung.

Dabei machte der Leiter des Berufsförderungswerkes, Dipl.-ing. Gerhard Geske, deutlich, dass ohne EU-Mittel das Ausbildungszentrum ein großes Problem hätte.

Im Grunde genommen fließen in fast alle Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen Gelder aus Brüssel. Und auch der derzeitige Neubau einer Ausbildungshalle wäre ohne Gelder aus dem EU-Topf gar nicht möglich.

Viele Städte und selbst Projektträger wüssten gar nicht, so Rapkay, dass Mittel, die sie vom Land oder vom Bund bekommen, eigentlich EU-Gelder sind, die aufgrund entsprechender Fördergesetze verteilt werden. Weil das EU-Fördergesetz im Jahre 2014 ausläuft und schon jetzt die politischen Diskussionen über eine neue Gesetzesvorlage sowie über einen mittelfristigen Finanzplan nach 2014 beginnen, macht sich Rapkay in seinem Betreuungsbereich schlau, wo EU-Hilfe notwendig ist.

Das Thema „Bildung und Weiterbildung“ werde, so meint der 60-Jährige, in Zukunft in der europäischen Politik eine wesentlich größere Rolle einnehmen. Und so sei es wichtig, sich beispielsweise über die Nachhaltigkeit der Weiterbildungsmaßnahmen im Ausbildungszentrum der Bauindustrie zu informieren. Geske konnte gute Beispiele nennen, dass die Gelder aus Europa in seinem Haus gut angelegt sind. Natürlich verbindet er damit auch die Hoffnung, dass schon bald Fördermittel für die Erweiterung des Gästehauses fließen.

Die Vorsitzende der SPD Hamm, Bürgermeisterin Monika Simshäuser, begrüßte die Initiative des Europaabgeordneten, in Zukunft auf mehr Aus- und Weiterbildung zu setzen. „Die EU ist nah bei uns“, betonte sie. Es gibt in Hamm eine ganze Reihe von Projekten, die ohne die Hilfe aus Brüssel gar nicht durchgeführt werden können. ▪ hwa

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