Gerichtsurteil steht noch aus

Es geht in die Höhe: Der Kran für den Bau des ersten Riesenwindrads in Freiske steht schon

Bau Riesen Windräder Freiske an der Autobahn 2 SL Naturenergie
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Der Mega-Kran kommt: Mit mehreren Fahrzeugen ist der große Raupenkran zur Baustelle für eines der beiden großen Windräder in Freiske angeliefert worden. Anfang Februar soll der Schwertransport mit den Turmelementen anrücken.

Der Bau der beiden rund 200 Meter hohen Windräder in Freiske setzt sich ungeachtet eines laufenden Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht in Arnsberg fort. 

Am Montag steuerten Transportfahrtzeuge die Baustelle nahe der Straße „In der Lengde“ an und lieferten die Einzelteile für den riesigen Kran an, mit dessen Hilfe nun die riesigen Windräder in die Höhe gezogen werden. In den kommenden Monaten sollen an zwei Standorten im Stadtbezirk Rhynern Windräder entstehen.

Der schmale Wirtschaftsweg, der zur Anlage nördlich der Autobahn 2 führt, wurde mit Hilfe von Bodenplatten verbreitert, sonst hätten die Fahrzeuge insbesondere in den Kurven Probleme gehabt, die Spur zu halten. An Bord hatten sie den Großkran, der nun im Laufe der Woche montiert werden soll. Denn schon am kommenden Montag, 1. Februar, rollt der erste Schwertransport in Richtung des ersten Windrads. Er liefert dann bereits die Teile des Hybridturms aus Betonfertigteilen mit Stahlsektion. Er wird etwa 130 Meter hoch in den Himmel ragen.

Windräder in Freiske: Südlich der Auotbahn geht‘s bald weiter

Maureen Nauen, Sprecherin des Gladbecker Unternehmens SL Naturenergie, das derzeit die beiden Windkraftanlagen in Freiske bauen lässt, kündigt an, dass der Turmaufbau an einem Standort etwa vier Wochen dauern wird, immer vorausgesetzt, dass das Wetter mitspielt. Gerade Wind könne beim Zusammensetzen der Turmteile hinderlich sein. Aktueller Plan: In der achten Kalenderwoche soll der riesige Raupenkran zur zweiten Baustelle versetzt werden. Südlich der Autobahn 2 entsteht das zweite Windrad mit einer Gesamthöhe inklusive Rotorblättern von rund 200 Metern.

Wenn im März dann auch der zweite Turm steht, soll sich zeitnah direkt der nächste Bauabschnitt anschließen. Dann werden in etwa 130 Metern Höhe Gondel und Rotor auf den Turm gesetzt, ehe schließlich die drei 70 Meter langen Flügel per Schwertransport angeliefert werden sollen.

SL Naturenergie plant den ersten Probelauf der Windräder im Mai oder Juni. Nach etwa 300 Stunden „Warmlaufen“ können die Räder ans Netz gehen. Die erforderlichen Leitungen zur nächsten Trafostation in Bönen werden in der Zwischenzeit verlegt.

Ein Baustart für zwei weitere Räder in Berge und Weetfeld ist noch nicht bekannt.

Windräder in Freiske: Gerichtsurteil wird für Februar erwartet

Das Verwaltungsgericht in Arnsberg hatte Ende des Jahres 2020 angekündigt, im Februar 2021 über zwei vorliegende Klagen gegen die Vorab-Baugenehmigung zu entscheiden. Die beiden Beklagten, die SL Naturenergie und die Stadt Hamm, hatten bis Freitag, 22. Januar, Zeit, ihre Stellungnahmen beim Gericht abzugeben.

In diesen beiden Klagen geht es darum, den Bau der Windräder von jetzt auf gleich zu stoppen. Windradgegner befürchten, dass über weitere eingereichte Klagen, die sich generell gegen die Entstehung der Anlagen an diesen Standorten richten, zu spät geurteilt wird. Wenn die Räder erst einmal gebaut worden seien, würden sie wohl nicht wieder abgebaut, befürchtet unter anderem Ralf Bußmann, Sprecher der Bürgerinitiative

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