KMT am Kurpark

Corona-Fall an Hammer Klinik: Hygiene-Konzept verhindert Ansteckungen - Mitarbeiter in Quarantäne

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Anlaufstelle für Schmerzpatienten: Die Klinik für Manuelle Therapie im Kurpark.

Hamm - In der Klinik für Manuelle Therapie ist ein Patient positiv auf das Coronavirus getestet worden. Drei Mitarbeiter befinden sich mittlerweile in Quarantäne.

Die Coronavirus-Pandemie stellt die gesundheitlichen Einrichtungen in Hamm noch immer vor gewaltige Herausforderungen. Dass strenge Hygiene-Pläne und Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus wie etwa stark eingeschränkte Besuchsregeln trotz niedriger Infektionszahlen weiter eine Berechtigungen haben, verdeutlicht ein Vorfall in der Klinik für Manuelle Therapie (KMT) am Kurpark.

Mann von außerhalb positiv getestet

In der Klinik, in der in erster Linie akute und chronische Schmerzerkrankungen des Bewegungssystems behandelt werden, wurde am Mittwoch ein Patient positiv auf das Coronavirus getestet. Der Mann lebt nicht in Hamm und wurde deshalb von der Stadt nicht offiziell gemeldet. Weil er mit dem eigenen Auto anreiste und keinen Kontakt zu anderen Patienten hatte, seien umfangreiche Tests in der Einrichtung nicht vorgesehen, erklärte ein Stadtsprecher.

„Das Hygienekonzept hat in diesem Fall sehr gut gegriffen“, sagte der Stadtsprecher. Drei Mitarbeiter der KMT seien dennoch als Vorsichtsmaßnahme unter Quarantäne gestellt worden.

Testergebnis spätestens nach 16 Stunden

Dass sich das Virus in der Klinik ausbreitet, ist wegen der hohen Standards beim Infektionsschutz ohnehin unwahrscheinlich. Jeder ankommende Patient wird auf das Virus getestet. Die Ergebnisse liegen nach Angaben von Geschäftsführer Karl Ehrmann binnen 16 Stunden vor. „Jetzt sind wir dazu übergegangen, alle Neuzugänge bis zum Vorliegen des Testergebnisses in einem Einzelzimmer unter Quarantäne zu stellen“, so Ehrmann. Die meisten Behandlungen fänden mit Maske und auf Abstand statt.

Der jetzt bekannt gewordene positive Fall war der erste seit Beginn der Pandemie in der KMT. Der Mann befindet sich inzwischen in seiner Heimat in Quarantäne.

Trotz Kostendruck hat Infektionsschutz Priorität

Zu Beginn der Corona-Krise hatte die KMT viele Betten für mögliche Akut-Fälle ohne Corona-Bezug geräumt, die bei einer befürchteten großen Infektionswelle kein Bett mehr in einem anderen Hammer Krankenhaus bekommen hätten.

Mittlerweile läuft der eingeschränkte Regelbetrieb mit 120 von 150 belegten Betten wieder. „Wir müssen jetzt wieder verstärkt Betten belegen, um wirtschaftlich tragfähig zu bleiben. Inzwischen gibt es für frei gehaltene Betten weniger Geld vom Bund“, so Ehrmann. Die Kompensationszahlungen während der Corona-Hochphase hätten immerhin ausgereicht, um die laufenden Ausgaben zu decken.

Trotz des Kostendrucks stehe der Infektionsschutz in der KMT weiter an erster Stelle. „Wir belegen keine Drei-Bett-Zimmer und wollen bei den Abstandsregeln auf der sicheren Seite sein“, betont Ehrmann.

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