30 statt 24 Millionen Euro

Erweiterung der dritten Hammer Gesamtschule wird deutlich teurer

Die neue Sekundarstufe 1 der Arnold-Freymuth-Gesamtschule
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Mit dem Bau der Sekundarstufe I der Arnold-Freymuth-Gesamtschule sollen Mitte 2021 begonnen werden.

Die Erweiterung der Arnold-Freymuth-Gesamtschule wird um rund ein Viertel teurer als zunächst angenommen. Statt mit knapp 24 Millionen Euro rechnet die Stadt nun mit 30 Millionen Euro. Gründe dafür gibt es einige.

Herringen – Nach dem Aufstellen der Container und dem Abriss des Anbaus aus den 1960er-Jahren steht bei der Erweiterung der Arnold-Freymuth-Gesamtschule jetzt die nächste Maßnahme an, über die die Politiker in den kommenden Tagen beraten müssen und der Rat am 15. Dezember zu beschließen hat. Konkret geht es in der Beschlussvorlage um den Bau des Gebäudes für die Sekundarstufe I – und zwar genau dort, wo bis zu den Herbstferien noch der Anbau stand. Der Baubeschluss für den 2. und 3. Bauabschnitt (Zweifach-Sporthalle und Gebäude Sekundarstufe II) soll nach der Fortschreibung der Planung im kommenden Jahr erfolgen.

Alle drei Neubauten ordnen sich so um die drei Bestandsgebäude (Altbau, Erweiterungsbau und Mensa), dass ein zentraler Platz gebildet wird. Im Bau der Sekundarstufe I befinden sich neben Klassen- und Differenzierungsräumen auch die Naturwissenschaftsräume, das Lehrerzimmer sowie die Schulleitung und das Sekretariat. „Über die beiden Treppenhäuser werden alle Ebenen erschlossen und über den Aufzug barrierefrei erreicht“, heißt es in der Vorlage.

Der Zeitplan

Die Ausführung des 1. Bauabschnitts erfolgt nach heutigem Terminplan vom Mai 2021 bis Mai 2023. Die Errichtung des 2. Bauabschnitts (Zweifach-Sporthalle) beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2022 und soll im Sommer 2023 beendet sein. Der 3. Bauabschnitt (Sekundarstufe II) beginnt voraussichtlich im Sommer 2023 und soll nach den Sommerferien 2024 beendet sein. Vorher muss aber noch die alte Sporthalle abgerissen werden.

Die Fassaden aller Neubauten sollen eine Klinkereinfassung erhalten. In den Unterrichtsräumen selbst sollen Akustikdecken eingebaut werden, das Dach der Sekundarstufe I ist als Gründach mit einem Oberlicht im Bereich der Gebäudemitte geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie wird aktuell von der Verwaltung geprüft, ob zusätzliche Lüftungen notwendig sind und wenn ja, welche baulichen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um eine mechanische Lüftung in den Unterrichtsräumen und im Foyer herzustellen. Angrenzend an diesen Gebäudeteil ist auch ein Schulgarten zur Selbstbewirtschaftung vorgesehen.

Ausstellungseröffnung zur Erweiterung der Arnold-Freymuth-Gesamtschule in Herringen

Ausstellungseröffnung zur Erweiterung der Arnold-Freymuth-Gesamtschule in Herringen

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt – einschließlich Containerklassen und Grunderwerb – belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 16,45 Millionen Euro. Der Bau selbst kostet, wie der Vorlage zu entnehmen ist, „nur“ 14,1 Millionen Euro. Die beiden weiteren Bauabschnitte, für die es eine eigene Beschlussvorlage geben wird, kosten nach aktuellem Stand 13,75 Millionen Euro. Zusammen sind das demnach rund 30,2 Millionen Euro. Beim Errichtungsbeschluss vor drei Jahren war die Stadt noch von einem Gesamtkostenvolumen von knapp 24 Millionen Euro ausgegangen.

Mehrere Gründe für Kostensteigerung

Doch vorher kommt die Kostensteigerung? Die erste Zahl basierte auf der Grundlage von Kostenkennwerten des BKI (Baukostenindex) und eines erarbeiteten Raum- und Funktionsprogramms. Sie wurden aber erst in den letzten drei Jahren konkretisiert. Daneben gebe es, so die Verwaltung, weitere Faktoren, die am Ende zu den Mehrkosten geführt haben.

Zunächst sei man davon ausgegangen, die abgängige Einfach-Sporthalle 1:1 zu ersetzen. Aufgrund der höheren Schülerzahl der Gesamtschule sei die Planung dahingehend geändert worden, dass als Ersatzbau eine Zweifach-Sporthalle errichtet werden soll.

Auch die Verkehrsführung der Fangstraße habe man anpassen müssen, was zu einem Umbau der Straße im Einfahrtbereich des zukünftigen Parkplatzes führt wird. „Zusätzlich wurden klimaschutzbedingte Bauteile wie zum Beispiel Gründächer, eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk eingeplant.“

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