Ausbauplan Dortmunder Straße empfohlen

Herringen macht für Radfahrer mobil: Ja zur Protected Bike Lane

Protected Bike Lanes/PBL
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Ein Radfahrer fährt in Berlin auf einem mit blauem Belag ausgelegten Parkstreifen. Aktivisten machten damit auf ihre Forderung nach Protected Bike Lanes/PBL aufmerksam. Eine solche soll bald in Herringen realisiert werden.

Das Fahrradfahren in Herringen soll sicherer werden. Dafür gibt es eine starke Unterstützung der Politik. So wurde jetzt nicht nur dem Ausbauplan Dortmunder Straße der Weg geebnet, sondern einer „Protected Bike Lane“. Es wäre die erste in Hamm überhaupt.

Herringen – Bei einer Enthaltung hat die Bezirksvertretung Herringen auf ihrer jüngsten Sitzung den Ausbau der Dortmunder Straße zwischen der Kreuzung Dortmunder Straße/Zum Torksfeld und dem Lippepark dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität empfohlen. Der muss in der kommenden Woche zwar noch formal entscheiden, seine Zustimmung gilt aufgrund des Herringer Ergebnisses aber als sicher.

Um die Situation für Radfahrer im Herringer Ortskern zu verbessern, soll der Radfahrstreifen im besagten Abschnitt verbreitert und rot eingefärbt werden. Zudem soll zwischen der Fangstraße und der Zufahrt zum Lippe-Carrée auf der südlichen Seite der Dortmunder Straße ein Bürgersteig angelegt werden.

Das begrüßten auch alle. Die CDU-Fraktion bat die Verwaltung allerdings darum, nicht am Lippepark aufzuhören, sondern auch den Bereich bis zum Waschpark mit zu betrachten.

Die SPD-Fraktion hatte zudem zwei ergänzende Anträge, die gleich mitdiskutiert wurden. Während alle 18 anwesenden Bezirksvertreter für den Antrag stimmten, den Graben an der Dortmunder Straße zwischen Fritz-Husemann-Straße und Zum Torksfeld zuzuschütten, rief ihr Antrag auf die ergänzende Einrichtung einer Protected Bike Lane (geschützter Fahrradstreifen, hier klicken für Erklärstück) zwischen Zum Torksfeld/Fangstraße und Lippepark ein geteiltes Echo hervor. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und Pro Hamm wurde er nach einer kurzen Diskussion beschlossen und die Stadt um Stellungnahme gebeten.

Fahrspur und Radfahrstreifen baulich voneinander getrennt

Um die Sicherheit der Radfahrer in diesem Bereich zu erhöhen, sollen Fahrspur und Radfahrstreifen baulich voneinander getrennt werden, zum Beispiel durch Poller, Leitplanken oder Schwellen. Mit einem solchen Projekt könne Herringen in Hamm, so SPD-Fraktionschef Julian Janssen, Vorreiter werden, hofft er auf Zustimmung der Stadt und eine zeitnahe Umsetzung. Denn: Der Schutz der Fahrradfahrer an der viel befahrenen Dortmunder Straße sei wichtig.

In den sozialen Netzwerken wird das Thema übrigens durchaus kontrovers diskutiert. Die einen sehen in einer Protected Bike Lane und auch in den Markierungen keinen Nutzen. Stattdessen sollte das Geld beispielsweise in die Schulwegsicherung an der Holzstraße gesteckt werden. Für andere hingegen macht das Projekt Sinn: „Nur wenn Radwege sicher sind, werden diese von den Menschen entsprechend genutzt, wird das Auto stehen gelassen. Dazu braucht es sichere Radwege, baulich vom Autoverkehr getrennt, wenn dieser so schnell unterwegs ist wie hier.“

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