Früherer Polizei-Mitarbeiter erneut im Visier

Terrorverdächtiger aus Hamm: Auch Drogen und heimliche Filmaufnahmen?

Joints und Marihuana fanden Ermittler in der Wohnung eines Terrorverdächtigen aus Hamm. Er hatte vormals bei der Hammer Polizei gearbeitet.
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Joints und Marihuana fanden Ermittler in der Wohnung eines Terrorverdächtigen aus Hamm. Er hatte vormals bei der Hammer Polizei gearbeitet.

Ein wegen Terrorverdachts verhafteter ehemaliger Verwaltungsmitarbeiter der Polizei Hamm hatte offenbar auch größere Mengen an Marihuana in seiner Wohnung gelagert. Zudem gibt es Vorwürfe wegen heimlicher Filmaufnahmen.

Hamm/Düsseldorf - Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, fanden die Behörden bei einer Durchsuchung knapp 170 Gramm Marihuana und 17 Joints in der Wohnung des Mannes. Nun werde nicht nur wegen Terrorverdachts, sondern auch wegen Drogenbesitzes gegen den Mann ermittelt. Zudem gebe es ein Verfahren gegen den Mann, weil er seine Frau und deren erwachsene Tochter heimlich im Bad gefilmt haben soll.

Auf seinem Handy habe man die Videos aus dem Badezimmer entdeckt, die wohl eine in einem Radiowecker versteckte Kamera aufgezeichnet hat, so der "Spiegel" weiter. Ermittelt werde gegen den Verdächtigen daher auch wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Hammer Polizeipräsident räumte Fehler ein

Der Generalbundesanwalt war Mitte Februar mit Razzien in sechs Bundesländern gegen die Gruppe mutmaßlicher Rechtsterroristen vorgegangen. Sie soll Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben, um Chaos auszulösen und so die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik ins Wanken zu bringen.

Der Terrorzelle um Werner S. sollen neben dem damaligen Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in Hamm weitere Verdächtige aus NRW angehört haben. Hamms Polizeipräsident hatte im Februar eingeräumt, dass seiner Behörde beim Umgang mit Hinweisen auf die Gesinnung des Verwaltungsmitarbeiters Fehler unterlaufen seien. So waren unter anderem 2018 Reichskriegsflaggen auf dem Privatbalkon des Mannes aufgefallen. - dpa

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