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Erlebensraum Lippeaue: Hammer Firma erhält Zuschlag für Auenpark

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Von: Markus Hanneken

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Noch ist es karg im künftigen Auenpark. Bald soll dort nicht mehr nur das Unkraut wachsen.
Noch ist es karg im künftigen Auenpark. Bald soll dort nicht mehr nur das Unkraut wachsen. © Markus Hanneken

Deutlich später als erwartet wird im künftigen Erlebensraum Lippeaue das Herzstück ausgestaltet: der Auenpark. Doch jetzt gibt es eine klare Perspektive. Beauftragt wurde eine Firma aus Hamm.

Hamm - Ursprünglich wollte die Stadt Hamm Ende März bekannt geben, welches Unternehmen die Ausschreibung für die Ausgestaltung des Auenparks für sich entscheiden konnte. Zwei Monate später ist klar: Das große Los zog die Garten- und Landschaftsbaufirma Mennigmann.

Die Arbeiten sollen nach aktuellen Angaben aus dem Rathaus im Juni beginnen und damit gut einen Monat später als ursprünglich vorgesehen. Sie sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Finalisierung des Gesamtprojekts Erlebensraum Lippeaue erwarten die Verantwortlichen im März 2023.

Der Auenpark erstreckt sich in West-Ost-Richtung entlang der Lippe von der Münsterstraße bis kurz vor das Vereinsgelände des Ruderclubs und in Süd-Nord-Richtung zwischen Lippe und Flugplatz. Der größte Teil der Arbeiten werde sich aber vor allem auf den Eingangsplatz unmittelbar an der Münsterstraße konzentrieren, macht Stadtsprecher Lukas Huster klar. Damit wird der Fortgang der Arbeiten für Passanten und Autofahrer gut zu beobachten sein.

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Innerhalb der genannten sieben Monate soll Mennigmann neben dem Eingangsplatz unter anderem den Uferweg und die weiteren Oberflächen gestalten. Zum Aufgabenblock gehören auch der Bau einer Disc-Golf-Anlage, einer Boulderanlage zum professionellen Klettern sowie das Aufstellen von Outdoorfitness-Geräten. Die Fertigstellung des die Münsterstraße unterquerenden Fuß- und Radweges ist Sache des Lippeverbands. Auch dieser Part soll laut Huster bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Offenbar war der Gesamtvorgang der Ausschreibung komplizierter als erwartet. So habe die Stadt wegen des Auftragsvolumens europaweit ausschreiben und innerhalb des Verfahrens mehrere teils zeitlich vorgegebene Schritte abarbeiten beziehungsweise beachten müssen, erklärte Huster auf Nachfrage. Daher habe sich der Prozess wochenlang hingezogen.

Die Firma Mennigmann

Das Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Mennigmann wurde 1963 gegründet und versteht sich als kompetenter Ansprechpartner „für große Garten- und Landschaftsbauprojekte“. Der Firmensitz ist an der Romberger Straße in Herringen. Rund 115 Mitarbeiter sind bei Mennigmann beschäftigt.

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Verzögerungen durch Blindgängerfunde – wie an anderen Stellen des Projektgebiets - sind im Auenpark nicht mehr zu erwarten. Die Fläche sei mittels professioneller Sondierungen bereits umfassend auf mögliche Kampfmittelfunde untersucht worden, so Huster.

Ein Ende März angesprochener Verdachtspunkt liegt aber nur wenige Meter östlich entfernt – und zwar zwischen der Kläranlage Mattenbecke und der Lippe. Hier seien vor der eigentlichen Überprüfung noch verschiedene Vorarbeiten nötig, „die etwas Zeit in Anspruch nehmen werden“, so Huster. Die städtische Projektleiterin Silke Bielefeld hatte im März von einer Versorgungsleitung in diesem Bereich gesprochen. Gut möglich also, dass es in einigen Wochen nochmals zu einer größeren Evakuierungs- und Entschärfungsaktion bis über die Münsterstraße kommen wird.

Die Arbeiten im insgesamt dreiteiligen Umweltprojekt-Gebiet Erlebensraum Lippeaue laufen seit Anfang 2019. Verantwortlich sind in enger Abstimmung die Stadt Hamm und der Lippeverband. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 28,3 Millionen Euro, die aus EU-, Bund- und Landesmitteln stammen.

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