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Erfrischung für heiße Tage: Gibt es bald wieder Trinkwasserbrunnen in Hamm?

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Von: Gisbert Sander

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Wasserspender auf dem Martin-Luther-Platz inzwischen abgebaut
Der Durstlöscher ist Geschichte: Zum 125-Jährigen der Trinkwasserversorgung in Hamm stifteten die Stadtwerke vor zehn Jahren den Wasserspender auf dem Martin-Luther-Platz. Robust gebaut, wurde er dennoch stark beschädigt und schon ein Jahr später wieder abgebaut. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Die Verwaltung will zusammen mit den Stadtwerken mögliche Standorte für Trinkwasserspender in Hamm prüfen.

Hamm – Schon vor zehn Jahren gab es in Hamm zwei öffentliche Trinkwasserbrunnen – von daher war die Lippestadt dem Gesetzesvorschlag von Bundesumweltministerin Steffi Lemke weit voraus. Demnach sollen Kommunen in Parks, Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen Brunnen aufstellen, an denen die Bürger kostenlos Trinkwasser entnehmen können. Der Grund sind die immer häufigeren Tage mit großer Hitze, an denen es für den Kreislauf besonders wichtig ist, ihm Flüssigkeit zuzuführen.

Im August 2012 stifteten die Stadtwerke aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Trinkwasserversorgung in Hamm einen Wasserspender. Er bekam auf dem Martin-Luther-Platz seinen Platz. Einen weiteren hatte die Stadt im Lippepark installiert.

Durstlöscher am Martin-Luther-Platz schnell wieder Geschichte

Bei dem Gerät auf dem Martin-Luther-Platz ragte aus einem massiven Granitstein eine Düse aus Edelstahl, aus der nach Drücken eines Sensors ein kleiner Wasserstrahl sprudelte. Das System galt als besonders hygienisch, weil ansonsten kein Kontakt zum Wasserspender erforderlich war.

Und diese Brunnen sollten besonders vandalensicher sein. Waren sie aber nicht, wie sich zeigte: Bereits ein Jahr später wurden sie wieder abmontiert, weil der Reparaturaufwand nach wiederholten Schäden zu groß war: Die Düse des Spenders auf dem Martin-Luther-Platz wurde mehrfach mit Streichhölzern verstopft. Schließlich war es Vandalen gelungen, die Leitung aufzuschrauben und sich am Innenleben zu schaffen zu machen. Dabei wurde die Technik zerstört. Beide Geräte wurden wieder entfernt.

Keime problematisch

Einfach „hinstellen“ kann man einen solchen Trinkwasserbrunnen nicht: „Die Keimfreiheit zu gewährleisten, ist ein riesiger Aufwand“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm. Seinerzeit sorgte eine Automatik dafür, dass der Wasserspender halbstündlich durchgespült wurde. Monatlich wurden Proben entnommen und einer Hygieneprüfung unterzogen.

Statt erneut solche Brunnen aufzustellen, plädiert Helm dafür, ein Netz von Stellen zu schaffen, an denen Trinkwasser kostenfrei abgegeben wird.

Möglicher Standort am Marktplatz

Nach Auskunft von Stadtsprecher Tom Herberg will sich die Verwaltung mit den Stadtwerken in Verbindung setzen, um zu prüfen, ob, an welchen Standorten und mit welcher technischen Variante Trinkwasserspender installiert werden können. „Konkret sind noch keine Standorte klar, einer könnte aber zum Beispiel am Marktplatz sein“, sagt er. Außerdem gebe es bereits in einigen Schulen Trinkwasserspender.

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